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Hölder, Ernst Otto

* 2.4.1901, † 30.6.1990
Mathematiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Leipzig als Sohn des Mathematikers Otto Hölder; Schulbesuch in Leipzig, dort 1920 Abitur; anschl. Studium der Math. u. Physik an der Univ. Leipzig, 1926 dort Prom. mit der Arbeit »Gleichgewichtsfiguren rotierender Flüssigkeiten mit Oberflächenspannung« bei Leon Lichtenstein; 1926 – 39 an der Univ. Leipzig, zunächst Ass., 1929 Habil. mit »Mathematischen Untersuchungen zur Himmelsmechanik«, anschl. Privatdoz. bzw. Doz.; 1939 – 45 Mitarb. der Luftfahrt-Forschungsanstalt Braunschweig.
1945 apl. Prof., 1946 – 58 ord. Prof. für Math. an der Univ. Leipzig u. Dir. des Mathemat. Inst.; 1948 ord. Mitgl. der Sächs. AdW zu Leipzig, 1952 Mitglied der Leopoldina; 1955 ord. Mitgl. der DAW zu Berlin, ab 1969 Ausw. Mitgl.; 1958 Prof. für Math. an der Univ. Mainz, 1966 em.; gest. in Mainz.
Arbeitsgebiete: Variationsrechnung u. Theorie partieller Differentialgleichungen u. deren Anwendungen; wichtige Arbeiten zur Gestaltung u. Bewegung der Himmelskörper, zur Aero- u. Hydrodynamik sowie zur mathemat. Physik; setzte in Leipzig die Schule der mathemat. Physik von L. Lichtenstein fort.

Publ.: Die Verzweigungsgleichungen für die krit. Kreise des restringierten Dreikörperproblems. Leipzig 1931; Poissonsche Wellenformel in nichteuklidischen Räumen. Leipzig 1938; Über die Variationsprinzipien der Mechanik der Kontinua. Berlin 1950; Fortsetzung Abelscher Differentiale 1. Gattung ins Nichtlineare. Helsinki 1958; Mit harmonischen Feldern verwandte Differentialformen unter Rand- u. Anfangsbedingungen. Helsinki 1964.
Sek.-Lit.: Beckert, H.: Nachruf auf E. H. In: Jahrbuch der Sächs. AdW 1989 – 90; Beckert, H.: E. H. u. die mathemat. Physik. In: Beckert, H. / Schumann, H. (Hrsg.): 100 Jahre Mathematisches Seminar der Karl-Marx-Universität Leipzig. Berlin 1981 (mit Schriftenverz.).
AnV

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