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Holtz, Jürgen

* 10.8.1932
Schauspieler

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Kaufm. u. Kunsthandwerker; 1939 – 47 Volks- u. OS in Berlin bzw. 1943 – 45 in Coburg (Evakuierung); 1948 – 52 Schulfarm Scharfenberg zunächst in Berlin-Tegel, dann in Dölln u. Himmelpfort, Abitur; 1952 / 53 Schauspielstudium am Theaterinst. in Weimar, 1953 – 55 an der Theaterhochschule in Leipzig; 1955 – 57 Engagements am Theater in Erfurt, 1957 – 60 in Brandenburg (Havel), 1960 – 64 in Greifswald, 1964 – 66 an der Berliner Volksbühne, 1966 – 74 am Dt. Theater Berlin u. 1974 – 77 am Berliner Ensemble, 1977 – 83 wieder an der Volksbühne; Rollen in vielen Klassiker-Stücken von Shakespeare bis  Heiner Müller, u. a. Titelrolle in der Maßstäbe setzenden Uraufführung »Moritz Tassow« von  Peter Hacks in der Insz. von  Benno Besson in Greifswald, arbeitete un-
ter  A. Dresen,  F. Solter,  W. Heinz,  R. Berghaus,  B. Tragelehn,  F. Marquardt,  E. Schleef u. a.; 1964 – 74 nebenbei Doz. an der Schauspielschule Berlin; außerdem in Film- u. Fernsehrollen, z. B. in DEFA-Filmen: »Das zweite Leben des Friedrich Wilhelm Georg Platow«, 1968, Regie:  Siegfried Kühn), u. »Das Licht auf dem Galgen«, 1976, (R: Helmut Nitzschke); zahlr. Hörspielaufnahmen beim Rundfunk der DDR u. der ARD; Gastengagements 1978 am Schauspielhaus Hamburg (Titelrolle in dem Brecht-Stück »Fatzer«) u. 1981 / 82 am Schauspielhaus Bochum (in H. Müllers »Der Auftrag«); blieb 1983 in der Bundesrep. Dtl.; Engagement am Münchner Residenztheater; 1985 – 90 u. 1992 –95 am Schauspielhaus Frankfurt (Main).
1990 Adolf-Grimme-Preis; nebenbei auch Filmarbeit, u. a. als Karl Kautsky in »Rosa Luxemburg« (1986, Regie Margarethe von Trotta); 1991 Gastrolle am Schauspielhaus Zürich; 1993 große Popularität in der Titelrolle der Fernsehserie »Motzki« (von Wolfgang Menge); 1995 – 2000 wieder Engagement am Dt. Theater Berlin; seit 2000 Gast im Berliner Ensemble, u. a. in »Katarakt« von Rainald Goetz (1993 Gertrud-Eysoldt-Ring für die Darstellung des Alten), außerdem Gast am Nationaltheater Mannheim; weiterhin Filmrollen (»Good bye, Lenin!«, 2003, Regie Wolfgang Becker) u. zahlr. Hörbücher.

IKF

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