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Baumann, Edith (verh. Honecker-Baumann)

* 1.8.1909, † 7.4.1973
Generalsekretärin der FDJ, Sekretärin des ZK der SED

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Maurer; Mutter Arbeiterin; Grund-, Mittel- u. 1924 – 30 Städt. Höhere Handelsschule, Ausbildung zur Stenotypistin; 1926 – 33 Mitgl. der Gewerkschaft ZdA; 1925 – 29 Stenotypistin im Apotheken-Bedarfs-Contor Berlin; 1926 – 31 SAJ, Vors. einer Jugendgr., Mitgl. des KV Berlin-Prenzlauer Berg, dann des BV Berlin; 1927 – 31 SPD, 1930 Mitgl. des SAJ-HV; 1929 – 33 Stenotypistin in der Reichsforschungsstelle für landw. Marktwesen; Okt. 1931 SPD-Ausschluss; 1931 – 33 SAP u. deren Jugendorg. SJV, 1. Vors. der SJV-Reichsltg., Mitgl. des PV der SAP; ab Jan. 1933 illeg. Arbeit für den SJV; Apr. – Aug. 1933 Stenotypistin bei der Reichsstelle für Milcherzeugnisse, Öle u. Fett in Berlin; 1933 DAF; Aug. 1933 verhaftet, U-Haft in Berlin-Moabit u. Berlin-Barnimstraße, Dez. 1934 vom VGH wegen »Vorber. zum Hochverrat« zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, bis Okt. 1936 Haft im Berliner Frauengefängnis Barnimstraße; 1936 – 38 Stenotypistin bei einem Patent-Anwalt in Berlin; 1936 – 45 Buchhalterin bei der A.G. der Kohlenwertstoff-Verbände in Berlin.
Okt. 1945 – Juni 1946 stellv. Ltr. der ZV für Volksbildung; 1945/46 SPD/SED, FDJ, stellv. Vors. des zentr. Jugendaussch., 26.2.1946 Mitunterz. des FDJ-Gründungsbeschl., Juni 1946 – Jan. 1949 Gen.-Sekr. u. stellv. Vors. der FDJ; 1946 – 73 Mitgl. des PV bzw. ZK der SED; 1947 – 55 verh. mit  Erich Honecker, seit Jan. 1952 getrennt lebend; 1947 – 64 Mitbegr. des DFD u. Mitgl. des BV; 1948 Mitgl. des Dt. Volksrats, 1949 – 73 Abg. der (Prov.) Volkskammer (1963 – 73 Berliner Vertreterin); 1949 – 53 Mitgl. des Sekr. des ZK der SED, 1953 – 55 des Sekr. der SED-BL Berlin; ab 1953 Mitgl. des Rats u. des EK der IDFF; 1955 u. 1960 Banner der Arbeit; 1955 – 61 Ltr. der Arbeitsgr. bzw. Abt. Frauen beim ZK, 1958 – 63 Kand. des PB u. 1961 – 63 Sekr. des ZK der SED (zuständig für Handel u. Versorgung sowie Leicht- u. Lebensmittelind.); 1958 Med. Kämpfer gegen den Fasch.; 1960/ 61 Lehrgang an der PHS der KPdSU in Moskau, Dipl.-Gesellschaftswiss.; 1963 – 73 Stadtverordnete, Stadtrat u. Sekr. des Magistrats von Berlin, Mitgl. des Bez.-Aussch. der NF u. seines Sekr.; 1965 VVO; 1969 Ehrenspange zum VVO; gest. in Berlin.

Publ.: Die Geschichte der dt. Jugendbew. Berlin 1947; Bericht über die Ratstagung der IDFF in Peking. Berlin 1956.
Sek.-Lit.: Amos, H.: Politik u. Org. der SED-Zentrale 1949 – 1963 Münster 2003; Stuhler, E., Ehrlich, K.: Honecker und die Frauen. MDR, 17.6.2003; Stuhler, E., Grimm, Th.: Die Honeckers privat. Liebespaar u. Kampfgemeinschaft. Berlin 2005.
BRB; HME

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