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Hübchen, Henry

* 20.2.1947
Schauspieler

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; bereits als Kind u. Jugendl. diverse Filmrollen, darunter 1965 im ersten DEFA-Indianerfilm »Die Söhne der großen Bärin«; Abitur, anschl. zwei Semester Physikstudium; 1968 – 71 Studium an der Staatl. Schauspielschule Berlin-Schöneweide; Debüt in Magdeburg, hier u. a. in Schillers »Die Räuber«, Büchners »Dantons Tod« u. Kleists »Amphitryon«; 1974 von  Benno Besson an der Berliner Volksbühne engagiert, hier u. a. in Stücken von  Heiner Müller wie »Der Bau«, »Die Bauern« u. »Die Schlacht«; 1985 in Ibsens »Nora« am Theater Anklam (R:  Frank Castorf); seit den 1970er Jahren auch regelmäßig für Film- u. Fernsehen tätig, 1974 in der  Jurek-Becker-Verfilmung »Jakob der Lügner«, 1975 in »Die Moral der Banditen«, 1982 in »Der Bastard« (TV), 1986 in »Das wirkliche Blau« nach einer Novelle von  Anna Seghers; schrieb Songs für die Rockgruppe »City« (»Casablanca«); 1980 u. 1981 DDR-Meister im Windsurfen.
Nach 1990 enge Zusammenarb. mit Castorf an der Volksbühne; 1994 u. 2001 »Schauspieler des Jahres«, 2000 »Berliner Theaterpreis« (zus. mit Castorf); führt am Theater gelegentl. auch Regie, u. a. in Molières »Der Menschenfeind« (Friedrich-Luft-Preis 1993); Filmrollen u. a. 1998 im TV-Mehrteiler »Der König von St. Pauli«, 1999 in »Sonnenallee« u. »Warten ist der Tod« (Adolf-Grimme-Preis 2000), 2003 –05 als TV-Kommissar in »Polizeiruf 110«, 2004 in »Alles auf Zucker« (Dt. Filmpreis 2005), ab 2005 »Commissario Laurenti«, 2009 »Whisky mit Wodka«; lebt in Berlin.

MaB; ChK

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