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Jacobi, Erwin

* 15.1.1884, † 5.4.1965
Jurist, Rektor der Universität Leipzig

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Zittau; Vater Kaufmann; 1894 – 1903 Gymnasium Zittau; 1903 – 07 Studium der Rechte an den Univ. München u. Leipzig, 1907 Prom. in Leipzig; 1907 – 11 Referendar u. 2. Jurist. Staatsprüfung; 1912 Habil. an der Univ. Leipzig, dort anschl. Privatdoz.; 1916 außerord. Prof. in Leipzig; 1916 – 18 Landsturmmann in Leipzig, 1918 Kriegsverdienstkreuz; 1920 ord. Prof. in Greifswald, 1920 Rückberufung nach Leipzig; 1921 Gründung des Inst. für Arbeitsrecht an der Univ. Leipzig; 1933 als »Halbjude« em.; 1933 – 45 freiberufl. Gutachter in Leipzig.
1945 erneut Prof. mit Lehrstuhl für Staatsrecht, Kirchenrecht, öff. Recht u. Arbeitsrecht an der Univ. Leipzig, Dir. des Inst. für Arbeitsrecht; 1947 / 48 Rektor der Univ. Leipzig (Nachf. von  Hans-Georg Gadamer); 1949 – 58 Dekan der Jurist. Fak.; 1948 Mitgl. des Verfassungsaussch.; 1948 – 59 nebenberufl. Mitgl. der Synode der ev.-luth. Landeskirche Sachsens, Mitgl. des Rechtsausschusses; 1954 Ehrendoktorwürde der Theolog. Fak. Leipzig; 1958 em.; gest. in Leipzig.
Arbeitsgebiete: Staatsrecht, Kirchenrecht, öff. Recht u. Arbeitsrecht; Hrsg. des »Archivs des öffentlichen Rechts«; einziger Kirchenrechtsprof. in der DDR.

Publ.: Grundlehren des Arbeitsrechts. Leipzig 1927; Staat u. Kirche nach der Verfassung der DDR. In: Ztschr. für ev. Kirchenrecht 1951; Die Bekämpfung der Fluktuation in der volkseigenen Wirtschaft. In: Neue Justiz 1953; Staat u. Kirche in der Sowjetunion. In: Wiss. Ztschr. der KMU Leipzig, 1954 / 55.
Sek.-Lit.: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XIX, Nordhausen 2001.
StM

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