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Jähn, Sigmund

* 13.2.1937
Kosmonaut

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Morgenröthe-Rautenkranz (b. Klingenthal, Vogtl.); Vater Sägewerkarb.; Grundschule; Sekr. der FDJ-Gruppe in Rautenkranz; 1951 – 54 Ausbildung zum Buchdrucker im VEB Buchdruckerei Falkenstein; 1955 Pionierltr. an der Zentralschule Hammerbrücke; 1955 – 58 KVP bzw. NVA, Offiziersschule der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung (LSK/LV), Ltn.; 1956 SED; 1958 – 60 Flugzeugführer; 1961 – 63 Politstellv. einer Staffel des Fliegergeschwaders Marxwalde (heute Hardenberg); 1963 – 65 Ltr. für Lufttaktik u. -schießen im Jagdfliegergeschwader Marxwalde; 1965 Abitur; 1966 – 70 Militärakad. der Luftstreitkräfte der UdSSR, Dipl. rer. mil., Major; 1970 – 76 Inspekteur für Jagdfliegerausbildung/Flugsicherheit im Kdo. LSK/LV; 1976 – 78 Ausbildung im sowj. Kosmonautenzentrum; 26.8. – 3.9.1978 als erster Dt. im Weltraum (Partner von Valeri Bykowski); 1978 – 89 stellv. Ltr. bzw. Ltr. des Zentrums für Kosmonautenausbildung im Kdo. LSK/LV, Oberst; 1979 Held der DDR; seit 1980 als GMS »Falke« bzw. IM »Tanja« beim MfS erf.; 1983 Prom. zum Dr. rer. nat. über die Entw. method. Grundlagen für Auswertung u. Nutzung von Fernerkundungsdaten in der DDR; 1986 Gen.-Major; 1990 Ehrenbürger von Berlin; seit 1989 Berater zur Vorber. von Weltraumflügen bei der Dt. Forschungsanstalt für Luft- u. Raumfahrt in Köln-Porz u. freiberufl. Wissenschaftler, tätig im Projektbüro Euromir der europ. Raumfahrtorg.; 1999 »Goldene Henne«; 2001 wurde ein Asteroid nach J. benannt; Ehrenbürger v. Neuhardenberg.

Publ.: Erlebnis Weltraum. Berlin 1982; 25 Jahre dt. Beiträge zur bemannten Raumfahrt. Berlin 2004.
Sek.-Lit.: Hoffmann, H.: S. J., der fliegende Vogtländer. Berlin 1999; Horchler, A.: S. J. u. Ulf Merbold. Berlin 2004 (Tonträger); Hoffmann, H.: S. J. – Rückblick ins All. Berlin 2008.
HME

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