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Jahoda, Lutz

* 18.6.1927
Entertainer, Operettensänger

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Brno (ČSR/Tschechien); Vater kaufm. Angest. der Wiener Reifenfirma Semperit; Ausbildung zum Einzelhandelskaufm.; 1943 Entdeckung durch den Operettensänger u. Regisseur Erich Elstner, anschl. Aufnahme als Pflegekind durch die Familie Elstner.
1946 erste kleine Rollen in Berlin, 1947 – 50 festes Engagement am Theater Stendal, ab 1952 Engagement am Operettentheater in Leipzig, dort auch erste Rundfunkaufnahmen, z. T. mit eigenen Liedern u. Texten; 1960 erste Filmrolle in »Der Doppelsänger«; 1972 Durchbruch als Showmaster mit der TV-Sendereihe »Mit Lutz u. Liebe«, seitdem einer der populärsten Entertainer des DDR-Fernsehens, insb. als Moderator der Unterhaltungssendungen »Spiel mir eine alte Melodie« u. »Wunschbriefkasten«; mehrere DEFA-Filmrollen, u. a. in »Abschied vom Frieden« (1976) u. »Drei reizende Schwestern« (1988), Sprecher in zahlr. Hörspielen, erfolgr. Volksmusiktitel: »Die Blasmusik von Kickritzpotschen«, »Powidtatschkerln«, »Karthäuser Knickebein-Shake«.
Nach 1990 Einbruch der Karriere im Showgeschäft; erfolgloser Versuch des Aufbaus einer Kette von Jeans-Läden; seit Ende der 1990er Jahre wieder gelegentl. Auftritte, 2002 Moderator der MDR-Sendung »Showtalk« zum 50. Jubiläum des Fernsehens in Dtl., zeitw. Engagement an der Dresdner Komödie mit einer Rolle in der »Feuerzangenbowle«; mit Siegfried Böhme Hrsg. der elektron. Episodenbücher »immer volks-populär« (2001) u. »Patzer u. Spratzer« (2008) mit Beiträgen von ehem. Mitarbeitern des DDR-Fernsehens; lebt seit 1964 in Wolzig (Brandenb.).

Publ.: Lutz im Glück u. was sonst noch schieflief. Berlin 2001; »Ich starte noch mal durch«, Schule des Humors. L. H. liest Jarsolaw Hašek (Hörbuch). Berlin 2002.
JaW

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Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
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