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Jentzsch, Bernd

* 27.1.1940
Schriftsteller

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Plauen (Vogtl.), aufgew. in Chemnitz; Abitur in Chemnitz; NVA; 1960 – 65 Studium der Germanistik u. Kunstgeschichte in Leipzig u. Jena; 1961 erster Lyrikband (»Alphabet des Morgens«); 1962 Aufn. in den DSV; 1965 – 74 Lektor im Verlag Neues Leben; Gründer der Lyrikreihe »Poesiealbum«; Initiator gesamtdt. Schriftst.-Treffen; 1968 Bobrowski-Medaille; 1976 Dienstreise als freier Verlagsmitarb. in die Schweiz, von dort Protest gegen die Ausbürgerung  Wolf Biermanns u. den Ausschl.  Reiner Kunzes aus dem DSV (offener Brief an  Erich Honecker); blieb wegen Strafandrohung im Westen; Schikanen des MfS gegen B. J.s Familie.
1977 – 84 Lektor im Walter-Verlag, Olten; 1978 Werkpreise der Kantone Zürich; 1979 zweiter Offener Brief an Erich Honecker; 1982 Gastprof. in den USA; Förderpreis der dt. Industrie; 1985 Solothurn; 1987 – 89 freier Verlagsmitarb. u. Hrsg. der Reihe »Rowohlt Jahrhundert«; 1987 Stipendium der Märk. Kulturkonferenz; ab 1988 wiss. Mitarb. der Konrad-Adenauer-Stiftung; 1991 Vizepräs. des PEN-Zentrums (West); 1992 Gründungsdir. (Prof.) u. bis 1999 Ltr. des Inst. für Lit. in Leipzig; seitdem wieder freischaff.; 1994 Eichendorff-Literaturpreis; Mitgl. der Sächs. AdK; lebt in Euskirchen.

Publ.: Quartiermachen. München 1978; Prosa. Berlin 1978; Irrwisch. Ein Gedicht. Pfaffenweiler 1980; Von der visuellen Wohlhabenheit. Tübingen 1991; Die alte Lust, sich aufzubäumen. Leipzig 1992; Flöze. Schriften u. Archive 1954 – 1992. Leipzig 1993.
SiF; BRB

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