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Johne, Friedrich (Fritz)

* 14.6.1911, † 14.9.1989
Kommandeur der Militärakademie

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Ketten (Krs. Reichenberg, Nordböhmen / Chetyn, Tschechien); Vater Arbeiter; Volks- u. Bürgerschule; 1926 – 29 Ausbildung zum Kfm.; 1935/36 Angest. der Konsumgenossensch. in Katzau (Reichenberg); 1926 Mitgl., dann Funktionär des KJV der ČSR; 1930 Haft wegen antimilitar. Prop.; 1931 – 33 arbeitslos; 1933 – 35 Wehrdienst; 1936 KPČ; 1937 – 39 in Spanien, zunächst Sergeant, dann Politkommissar eines Bat. der Internat. Brigaden; 1939 – 41 Internierung in Frankreich, Auslieferung nach Dtl.; 1941 – 45 Haft in Polizeigefängnissen u. im KZ Sachsenhausen.
1945 Rückkehr in die ČSR; 1945/46 Funktionär der KPČ-KL in Reichenbach u. des Antifa-Aussch. in Prag; 1946 Umsiedl. nach Dtl.; 1947 Jugendsekr. des SED-Landesvorst. Sachsen-Anh.; 1947 SED; 1948 Pol.-Kultur-Ltr. der VP-Landesbehörde in Halle; VP-Inspekteur; 1949/50 Militärsonderlehrgang in Privolsk (UdSSR); 1950 – 54 Ltr. der Abt. Ausbildung im Stab der HV für Ausbildung bzw. Chef der Verw. Lehranstalten in der KVP, 1953 Gen.-Major; 1954 – 56 Chef der Territorialverw. der KVP bzw. des Militärbez. Leipzig; 1957 – 59 Gen.-Stabsakad. der UdSSR, Dipl. rer. mil.; 1959 – 63 Kdr. der Militärakad. »Friedrich Engels« in Dresden (Nachf. von  Heinrich Dollwetzel); 1971 Ruhestand; 1963 Ausscheiden aus dem aktiven Dienst; 1963 – 67 Botschafter in der Rep. Kuba (Nachf. von Karl Lösch); danach Mitgl. der ZL des Komitees der Antifa. Widerstandskämpfer u. 1974 – 89 Vors. des Bez.-Komitees Dresden.

Publ.: Kurswechsel. Berlin 1973 (zus. mit I. H. de Cisneros).
HME

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