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Junge, Winfried

* 19.7.1935
Filmregisseur

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater kfm. Angest.; 1941 Volksschule in Dahlwitz-Hoppegarten, Łódz u. Berlin-Friedrichshagen, ab 1947 Gerhart-Hauptmann-OS in Berlin, 1953 Abitur; 1953 Studium der Germanistik an der HU Berlin, 1954 – 58 Studium der Filmdramaturgie an der Dt. HS für Filmkunst Potsdam-Babelsberg, Dipl. als Filmdramaturg; 1955 – 61 Filmkritiken in der Ztg. »Forum«; 1961 – 91 Regisseur im DEFA-Studio für Dok.-Filme; 1961 Beginn einer Dok.-Filmreihe über eine Schulkl. in Golzow (Krs. Seelow), der längsten Filmdokumentation (Langzeitbeobachtung) der Filmgeschichte: »Wenn ich erst zur Schule ge ...«; weitere Kurzfilme dieser Reihe: 1962 »Nach einem Jahr«, 1966 »Elf Jahre alt«, 1969 »Wenn man vierzehn ist«, 1971 »Die Prüfung«, 1975 »Ich sprach mit einem Mädchen«; ab 1979 lange Filme der Golzow-Reihe unter Verwendung vorhandenen u. neuen Materials: »Anmut sparet nicht noch Mühe«; 1981 NP; 1981 »Lebensläufe«; 1982 Kunstpreis des FDGB; 1984 »Diese Golzower«; weitere Filme u. a.: 1965 »Studentinnen«, 1968 »Mit beiden Beinen im Himmel – Begegnungen mit einem Flugkapitän«, 1971 »Syrien auf den zweiten Blick«, 1974 »Keine Pause für Löffler«; 1985 – 87 Präs. des Nat. Festivals Dok.- u. Kurzfilm der DDR für Kino u. Fernsehen in Neubrandenb.; 1988 »Diese Briten – diese Dt.«; drei Filme über den Bau des Pumpspeicherwerks Markersbach; drei Filme über Somalia; 1967 einziger DEFA-Spielfilm »Der tapfere Schulschwänzer«; zahlr. Preise auf internat. Filmfestivals.
Nach 1991 freischaff.; Forts. der Golzow-Reihe (mit Ehefrau  Barbara J.); 1993 »Drehbuch: Die Zeiten«, 1994 »Das Leben des Jürgen von Golzow«; 1995 – 97 »Was geht euch mein Leben an. Elke – Kind von Golzow«; 1995 – 97 Da habt ihr mein Leben. Marieluise – Kind von Golzow«; 1998 – 2000 »Ein Mensch wie Dieter – Golzower«; 1998 – 2002 »Jochen – ein Golzower aus Philadelphia« (jeweils Regie u. Drehbuch); 2002/03 »Eigentlich wollte ich Förster werden – Bernd aus Golzow« (jeweils Regie); 2005/06 »Und wenn sie nicht gestorben sind ? die Kinder von Golzow« (Regie, Drehbuch); 2008 Abschluß der Dokumentation; Mitgl. der AdK Berlin-Brandenburg; zus. mit B. Junge 1995 2. Preis u. Publikumspreis für das Drehbuch: »Die Zeiten« beim Festival in Yamagata; 2007 Preis der DEFA-Stiftung für Verdienste um den dt. Film; 2008 Peter-Adler-Orden für Verdienste um das Land Brandenburg; 2009 Ehrenpreis des Verb. der dt. Kritiker für sein Lebenswerk.

Publ.: Lebensläufe – die Kinder von Golzow. Marburg 2004 (mit B. Junge, hrsg. von D. Wolf).
RaS; HME

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