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Justi, Ludwig

* 14.3.1876, † 19.10.1957
Kunsthistoriker, Generaldirektor der Staatlichen Museen Berlin

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Marburg in der Familie eines Prof.; nach dem Abitur Studium der Kunstgeschichte an den Univ. Bonn u. Berlin, hier 1898 Prom.; 1900 Hilfsarb. in den Staatl. Museen in Berlin; 1901 Privatdoz. u. 1902 Habil. an der Univ. Berlin; 1903 Prof. für Kunstgeschichte an der Univ. Halle; 1904 Dir. des Städelschen Kunstinst. in Frankfurt (Main); 1905 – 09 Erster ständ. Sekr. der Preuß. AdK zu Berlin; 1909 Dir. der Nationalgalerie in Berlin, 1933 aus pol. Gründen beurlaubt u. an die Bibliothek der Staatl. Museen strafversetzt; 1933 – 45 schriftsteller. Tätigkeit.
1946 – 57 GD der Staatl. Museen Berlin; 1949 Ord. Mitgl. der DAW; 1950 Dr. h. c. der HU; NP; 1957 Ehrenmitgl. der Ernst-Barlach-Ges. in Hamburg.
L. J. gilt als Mitbegr. der mod. Kunstgeschichtsschreibung; zahlr. Veröff., u. a. Kunstführer u. Museumskataloge.

Publ.: Die Nationalgalerie u. die mod. Kunst. 1919; Dt. Malkunst im 19. Jh. Berlin 1920; Meisterwerke der Dresdner Galerie. Berlin 1955; Leben, Wirken, Wissen. Lebenserinnerungen aus fünf Jahrzehnten. Hrsg. von Th. W. Gaehtgens u. K. Winkler. Berlin 2000.
Sek.-Lit.: Winkler, K.: L. J. – Der konservative Revolutionär. In: Junge, H. (Hrsg.): Avantgarde u. Publikum. Köln u. a. 1992; Ders.: L. J.s Konzept des Gegenwartsmuseums zwischen Avantgarde u. nat. Repräsentation. In: Rückert, C., Kuhrau, S. (Hrsg.): Die deutsche Kunst? Amsterdam 1998. JaW

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