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Kiefel, Josef

* 2.10.1909, † 11.3.1988
Hauptabteilungsleiter im MfS

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Gotzing (Oberbayern); Vater Arbeiter; Volksschule; dann Laufbursche; 1923 – 26 Ausbildung zum Schlosser; arbeitslos, dann Bergmann, Straßenbauarb. u. Maschinist; 1927 Mitgl. des Fabrikarbeiterverb. u. der RH; 1928 RFB; 1929 KPD; 1931 Emigr. in die UdSSR; Maschinist, dann Mstr. bzw. Obermstr. im Pelzkombinat Kasan; 1942 – 44 Einberufung zur Roten Armee, 1942/43 Besuch der KI-Schule in Kuschnarenkowo, dann Ausb. als Funker; Apr. – Mai 1944 Einsatz im Frontlager 22 in Isaslawl (b. Schepetowka), 22./23.8.1944 Fallschirmabsprung im Raum Częstochowa in Polen, kann seinen Auftrag nicht ausführen u. versteckt sich bis zum Eintreffen der Roten Armee; Entlassung ins Lazarett Kasan.
Juli 1946 Rückkehr nach Dtl.; SED; 1946/47 Instrukteur des SED-Landesvorst. Sachsen-Anh. in Halle bzw. Seminarlehrer an der LPS Wettin; 1947 – 49 Angeh. der DVP, Ltr. des Dezernats K 5 (Pol. Polizei) im Landeskriminalamt Sachsen-Anh.; 1949/50 Stellv. des Chefs der Verw. zum Schutz der Volkswirtschaft des Landes Brandenb. in Potsdam (ab Feb. 1950 Verw. für Staatssicherheit Brandenb.); Aug. 1950 stellv. Ltr. der Abt. IVa (Spionage/Westarbeit) des MfS Berlin; 1953 – 60 Ltr. der HA II (Spionageabwehr), 1953 Oberst; 1960 Ltr. der Abt. 21 (Innere Sicherheit im MfS); 1969 VVO; 1970 Ruhestand; 1984 KMO.

Sek.-Lit.: Erinnerungen an ein Kämpferleben. Dok.-Film, Filmstudio der NVA 1988.
PeE; JeG

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