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Kieling, Wolfgang

* 16.3.1924, † 7.10.1985
Schauspieler

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; 1932 erste Filmrolle; sowj. Kriegsgef.; danach Theaterschauspieler in Hamburg, München, Berlin (West) sowie in der Schweiz u. in Österreich; 1954 aus privaten Gründen Flucht mit der Schauspielerin Gisela Uhlen über Wien u. Prag nach Berlin (Ost); Zweijahresvertrag mit der DEFA, u. a. in »Genesung« (1956,  R: Konrad Wolf), »Damals in Paris« (1956, R: Carl Balhaus), »Betrogen bis zum jüngsten Tag« (1957, R: Kurt Jung-Alsen); 1956 Rückkehr nach Berlin (West); 1965 in Hollywood unter Alfred Hitchcock in »Der zerrissene Vorhang«; 1967 Goldene Kamera (1968 aus Protest gegen die Springer-Presse zurückgegeben); 1965 Bundesfilmpreis (Filmband in Gold); 18. März 1968 erneute Übersiedl. mit seiner Tochter in die DDR (lernt seinen Sohn Florian Martens, später ebenfalls Schauspieler, kennen); Rollen in den DEFA-Filmen »Das siebente Jahr« (1968, R:  Frank Vogel) u. »Jungfer, Sie gefällt mir« (1968, R:  Günter Reisch), lernt die Schauspielerin Monika Gabriel kennen, »Jeder stirbt für sich allein« (1970, Regie Hans-Joachim Kasprzik), »Goya« (1971 R: K. Wolf); Gastauftritt im Dt. Theater Berlin; Nov. 1968 folgt ihm seine Frau, die Bühnenbildnerin Johanna K., in die DDR; Unzufriedenheit über mangelnde Arbeitsmöglichkeiten in der DDR; 1969 Dreh für den Bayerischen Rundfunk in Brasilien (»Hunger 2000«); Juli 1970 Rückkehr in die Bundesrep. Dtl. (M. Gabriel folgt ihm Juni 1971); dort Darsteller in mehr als 50 TV- u. Kinofilmen; gest. in Hamburg.

IKF

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Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
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