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Kindler, Heinrich

* 29.11.1909, † 23.2.1985
Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Meß- u. Automatisierungstechnik, Regelungstechniker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Breslau (Wrocław, Polen); dort 1928 Abitur am Realgymnasium; 1928 – 34 Studium der Physik, Mathematik u. Chemie in Breslau u. Münster, 1934 Prom. zum Dr. phil. nat. in Breslau, danach Forschungstätigkeit an der Univ. Breslau u. am Heinrich-Hertz-Inst. der TH Berlin-Charlottenburg; ab 1936 Tätigkeit bei Telefunken u. Askania, dort erste Arbeiten zur Regelungstechnik (Kreiselgeräte, Folgeregler u. elektromechan. Rechengeräte zur Flugkörpersteuerung).
1946 – 53 Fortführung dieser Arbeiten in der UdSSR; 1953 – 57 wiss. Mitarb. am Inst. für Strahlenquellen der DAW; ab 1954 zugl. Lehrbeauftragter für Grundlagen der Regelungstechnik an der TH Dresden, 1955 dort ord. Prof.; ab 1955 Aufbau u. 1957 Gründung des Inst. für Regelungstechnik an der TH/TU Dresden, des ersten Inst. dieser Art in Dtl. nach dem 2. Weltkrieg; 1961 – 75 Prof. für Regelungstechnik an der Fak. für Elektrotechnik bzw. der Sektion Informationstechnik, 1958 – 60 Dekan; 1957 Gründer u. bis 1970 nebenamtl. Ltr. der Arbeitsstelle bzw. des Inst. für Regelungs- u. Steuerungstechnik der DAW/ AdW in Dresden; 1956 Gründungsmitgl. der International Federation for Automatic Control (IFAC), Vors. des Nat. Komitees der DDR in der IFAC, zeitw. Vors. des TC Education der IFAC; 1957 – 67 Mitgl. des Forschungsrats u. Vors. des Zentralen Arbeitskreises BMSR-Technik; 1963/64 Vors. der Dt. Ges. für Meß- u. Automatisierungstechnik der DDR; 1964 NP; 1968 Ehrendoktor der TH Darmstadt, Mitgl. der Dt. Akad. der Naturforscher (Leopoldina).

Publ.: Regelungstechnik. In: Philippow, E. (Hrsg.): Taschenbuch Elektrotechnik. Berlin 1963 (mit K. Reinisch); Aufgabensammlung zur Regelungstechnik. Berlin 1964 (mit H. Buchta u. H.-H. Wilfert); Der Regelkreis – Eine Einführung. Berlin 1972.
GuD

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