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Kirchner, Peter

* 20.2.1935
Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Berlin

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Bäcker, Mutter Lagerarb.; 1941 bis zur Schließung 1942 Besuch der Volksschule der Jüd. Kultusvereinigung in Berlin; 1943 zus. mit der Mutter Zwangseinweisung in das Berliner Durchgangslager Große Hamburger Straße; anschl. bis Kriegsende illeg. Aufenthalt in Neustadt/Dosse.
Ab 1945 Schulbesuch in Berlin, 1954 Abitur; anschl. Studium der Med. an der HU Berlin; 1959 – 61 wiss. Assistent am Anatom. Inst. der HU, 1961 Prom.; danach Facharztausbildung u. Arzt in Berlin; ab 1967 Facharzt für Neurologie u. Psychiatrie im Krankenhaus Berlin-Lichtenberg (Herzberge); 1985 – 91 Bereichsltr. in der Zentralstelle für ärztl. Begutachtungswesen Berlin; 1971 – 90 Vors. der Jüd. Gemeinde von Berlin (Nachf. von Heinz Schenk); 1985 – 90 zugl. Vizepräs. des Verb. der Jüd. Gemeinden in der DDR; ab 1988 Präs. der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum; Teiln. an zahlr. Tagungen u. Kongressen internat. jüd. Org.; zahlr. publizist. Beiträge über jüd. Geschichte u. Kultur, insbes. in Berlin; Mithrsg. des Nachrichtenblatts der Jüd. Gemeinden in der DDR; 1977 – 89 beim MfS als IMV/IMB »Burg« erf.
1992 – 98 ärztl. Gutachter bei der Bundesversicherungsanstalt für Angest.; lebt in Berlin.

Publ.: Jüd. Friedhöfe in Berlin. Berlin 1987 (mit A. Etzold, J. Fait u. H. Knobloch).
Sek.-Lit.: P. K. In: Herzberg, W. (Hrsg.): Überleben heißt Erinnern. Biogr. Berlin 1990.
JaW

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