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Klare, Hermann

* 12.5.1909, † 22.08.2003
Chemiker, Präsident der Akademie der Wissenschaften

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Hameln (Weser) in einer Lehrerfamilie; nach dem Abitur Studium der Chemie in Heidelberg u. Kiel, Prom.; 1933 – 45 Chemiker in versch. Industriebetrieben, u. a. als Ltr. der Kunstseidenfabrik in Wolfen u. Ltr. der Perlonfabrik in Landsberg; 1937 NSDAP.
1945 Betriebsltr. in der Kunstseidenfabrik Premnitz; 1946 Ltr. des »Thür. Zellwollwerks« in Schwarza; 1947 – 49 Forschungs- u. Beratertätigkeit in Klin (UdSSR); 1949 zunächst Betriebsltr., ab 1951 Dir. des VEB Kunstfaserwerk »Wilhelm Pieck« Schwarza; 1951 NP; 1953 – 61 Abt.-Ltr., dann bis 1969 Dir. des Inst. für Faserstoff-Forschung der DAW in Teltow; 1954 – 61 zugl. Prof. an der TH für Chemie Leuna-Merseburg; 1961 Ord. Mitgl. der DAW u. bis 1968 Vors. der Forschungsgem. der naturwiss., techn. u. med. Inst. der DAW (Nachf. von  Hans Frühauf); 1962 – 64 Prof. an der HU Berlin; 1963 NP; 1963 – 68 u. 1979 – 84 Vizepräs. der DAW; 1966 Mitgl. des Präs. des Forschungsrats beim Min.-Rat; 1968 – 79 Präs. der DAW bzw. AdW (Nachf. von  Werner Hartke); 1973 VVO; 1978 Dr. h. c. der Univ. Sofia; 1979 Dr. h. c. der TU Dresden; 1980 – 88 Vors. der Kl. »Chemie« der AdW (Nachf. von Gerhard Keil); Mitgl. der Leopoldina u. der AdW der UdSSR; 1983 Präs. des DDR-Komitees für wiss. Fragen der Sicherung des Friedens u. der Abrüstung; gest. in Kleinmachnow (b. Berlin).

Publ.: Technol. u. Chemie der synthet. Fasern aus Polyamid. Berlin 1954; Geschichte der Chemiefaserforschung. Berlin 1985.
HuL

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