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Kleinjung, Karl

* 11.3.1912, † 20.2.2003
Hauptabteilungsleiter im MfS

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Remscheid-Stockten (Westf.); Vater Heftemacher; Volksschule; Ausbildung zum Friseur; danach arbeitslos; 1929 KJVD; 1930 RFB; bis 1933 Pol.-Ltr. in Remscheid-Vieringhausen; 1931 KPD; 1933 Emigr. in die Niederlande, 1935 Verhaftung, anschließend Abschiebung nach Belgien; KPD-Kurier; 1936 – 39 Interbrigadist in Spanien, zuletzt in der Gegenaufklärung; anschl. UdSSR; bis 1941 Schlosser in einer Autofabrik in Gorki; 1941 – 45 nach Spezialausbildung Aufklärer, Kurier u. Partisan; 1945/46 Sonderstudium in der UdSSR.
Febr. 1946 Rückkehr nach Dtl.; Krs.-Polizeidir. in Nordhausen, Gruppenchef der Grenzpolizei in Mühlhausen; SED; 1947 – 49 stellv. Ltr. der VP-Landesbehörde Thür. bzw. Ltr. der VP Mecklenb.; 1949/50 Lehrgang für DVP-Offz. an der Militärakad. der UdSSR in Privolsk; 1950 Einstellung beim MfS; Ltr. der Verw. Groß-Berlin; 1951 – 55 Ltr. der Objektverw. Wismut des MfS; 1955 Ltr. der HA I (Abwehr in der KVP, ab 1956 NVA) (Nachf. von  Martin Weikert); 1974 Gen.-Ltn.; 1981 Ruhestand; 1965 VVO; 1982 KMO; 1987 Stern der Völkerfreundschaft.
Nach 1990 mehrere Ermittlungsverfahren u. Anklagen, u. a. 1997 wegen Todschlags an  Michael Gartenschläger, wegen Verhandlungsunfähigkeit eingestellt.

JeG

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