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Klinkmann, Horst

* 7.5.1935
Mediziner, Präsident der Akademie der Wissenschaften

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Teterow (Mecklenb.), als Waise in einem Kinderheim aufgew.; 1954 bis 1959 Med.-Studium in Rostock; 1960 – 66 Facharztausbildung an den Physiolog. Inst. der Univ. Rostock u. Budapest, der Univ.-Poliklinik Rostock u. der Nierenklinik in Lund (Schweden); 1969 Habil.; 1969 – 71 Research Prof. of Medicine and Surgery u. Dir. des Center for Artificial Kidney der Univ. Utah (USA); 1971 Prof. für Innere Med.; 1974 SED; ab 1974 Dir. der Klinik für Innere Med. der WPU Rostock; 1980 Präs. des Rats für Med. Wiss.; 1981 Mitgl. des Forschungsrats; 1984 – 89 Mitgl. der SED-BL Rostock; 1982 Korr., 1986 Ord. Mitgl. der AdW; 1986 Mitgl. der Leopoldina, der New York Academy of Science u. der Königl. Belg. Akad. der Med. Wiss.; 1988 Fellow des Royal College of Physicians (Großbritannien); 1979 – 84 Präs., dann Ehrenpräs. der Internat. Ges. für Künstl. Organe; ab 1987 Präs. der Europ. Dialyse- u. Transplantationsges.; Ehrenmitgl. zahlr. med. Ges., Ehrenprom. in Marseille, Debrecen, Glasgow, Brno; NP 1977 u. 1985 (im Koll.); 1987 VVO (im Koll.).
1990 – 92 Präs. der AdW (Nachf. von  Werner Scheler); 1992 im Ergebnis der Untersuchung einer Ehrenkommission »wegen mangelnder persönl. Eignung« als Prof. der Univ. Rostock entlassen; 1992 Rektor der Europ. Univ. Bologna (Italien); Ehrendoktor der Univ. Nanking; seit 1995 wiss. Ltr. einer Produktionsstätte von Dialyseeinrichtungen in Saigon (Vietnam); Vorstandsvors. von BioCon Valley e. V. u. Aufsichtsratsvors. der BioCon Valley GmbH in Teterow; Prof. für Bioengeneering an der Strathelyde Univ. in Glasgow; 2004 von der Bundesreg. als Reg.-Berater in den Gesprächskrs. Ost berufen; Vors. des Kuratoriums für Gesundheitswirtsch. Mecklenb.-Vorpomm.; Gründungsmitgl. u. bis 2009 Aufsichtsratsvors. des FC Hansa Rostock, dann Ehrenvors.; Mitgl. der Leibniz-Sozietät; lebt in Rostock.
Arbeitsgebiete: Nephrologie u. künstl. Organersatz; Untersuchungen zu chron. Niereninsuffizienz u. Dialyse; Beiträge zur Methodik der Membran-Plasma-Separation; 500 wiss. Arbeiten, Buchkapitel u. Bücher.

Publ.: Soziale Rev. u. med. Fortschritt. Berlin 1984 (Hrsg.); Detoxikationsverfahren des Blutes in Forschung u. Praxis. Berlin 1986; Therapie der chron. Niereninsuffizienz im Wandel der Zeiten. Berlin 1986.
JoR

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Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
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