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Knigge, Wilhelm

* 16.12.1906, † 20.12.1995
SED-Funktionär

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Bremen; Vater Hafenarb.; Volksschule; Ausbildung zum Maurer; 1921 Mitgl. des Dt. Baugewerksbunds; 1924 RFB; 1927 KPD u. RHD; Ltr. der RJ im RFB; 1928 Besuch der Reichsführer-Schule in Einsiedel (b. Chemnitz); 1928 – 32 Maurer u. Hafenarb. in Bremen; ab 1930 Ltr. der wehrpol. Ausbildung im Kampfbund gegen den Fasch.; Mitgl. der Baugewerkschaft, 1931 Ausschl.; 1932 Pol.-Ltr. der IAH-LL Gau Nord-West; 1932/33 arbeitslos; 1933 Mitgl. der Bremer Bürgerschaft; 1933 illeg. Arbeit in Bremen (»Max«); Sept. 1933 Emigr. in die Niederlande; Mitgl. der KPD-Emigr.-Ltg.; 1933/34 Instrukteur für Land- u. Grenzarbeit in Belgien, 1935 ausgewiesen; 1935 nach Paris; dort ab 1936 zuständig für Kaderfragen der Interbrigadisten; 1937 aus Dtl. ausgebürgert; ab 1937 Sonderkurier für das PB der KPD in Paris; 1938/39 Org.-Ltr. u. 1938 Mitgl. der Kaderkommission der Emigr.-Ltg. der KPD in Frankreich; Mitgl. der KPD-Ltg. in Toulouse u. der Résistance (»Schiller«, »Robert Vautier«); Mitarb. der Ztschr. »Soldat im Westen«; mit  Walter Vesper an der Einschleusung von KPD-Kadern nach Dtl. beteiligt.
Sept. 1945 Rückkehr nach Bremen; 1945 – 51 stellv. Bez.-Sekr. u. stellv. Vors. der KPD-
LL Bremen; 1946 frz. Befreiungsmedaille;
1946 – 51 Abg. der Bremer Bürgerschaft; Juni 1951 Übersiedl. in die DDR; Lebensgemeinschaft mit  Hanna Wolf; 1951 SED-Instrukteur bei der Bau-Union in Dresden; 1951/52 Studium an der PHS; 1953 – 59 1. Sekr. der SED-Stadtltg. Potsdam (Nachf. von  Werner Wittig) u. Abg. des Bez.-Tags Potsdam; 1954 – 59 Mitgl. des Zentralvorst. der DSF; 1959 – 63 Sekr. des Bundesvorst. u. Mitgl. im Präs. des FDGB; ab 1962 Mitgl. des Präs. der Dt.-Frz. Ges.; 1964/65 Sektorenltr. im Min. für Bauwesen; 1966 – 71 Ltr. der Abt. Kader im Staatssekr. für gesamtdt. (bzw. ab 1967 für westdt.) Fragen; ab 1968 Mitgl. der Westkommission beim Komitee der Antifa. Widerstandskämpfer; Mitarb. der Kaderabt. des IPW; 1971 – 87 stellv. Ltr. der Abt. Verkehr des ZK, zuständig für Kuriere, Geld u. Transporte für illeg. KP u. Befreiungsbew.; 1980 Mitgl. der ZL des Komitees der Antifa. Widerstandskämpfer; ab 1982 Mitgl. der Zentr. Kommission zur Betreuung alter verdienter Parteimitgl. beim PB des ZK der SED; 1971 VVO; 1975 Verdienstmedaille der NVA; 1976 KMO; 1982 Ehrenspange zum VVO; 1986 Stern der Völkerfreundschaft; 1988 Rentner; anschl. Parteiveteran; 1990 PDS; gest. in Berlin.

Sek.-Lit.: Schaul, D.: Résistance. Berlin 1973; Pech, K.: An der Seite der Résistance. Zum Kampf der Bew. »Freies Dtl.« für den Westen in Frankreich (1943 – 1945). Berlin 1974; Brandt, P.: Antifasch. u. Arbeiterbew. Aufbau – Ausprägung – Pol. in Bremen. 1976.
BRB

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