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Koch, Hans

* 17.5.1927, † 18.11.1986
Kulturwissenschaftler, SED-Funktionär

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Liebschwitz (Krs. Gera); Vater Schlosser u. Polizeioberwachtmstr., Mutter Spinnereiarb.; Volks- u. Aufbauschule, 1944 Notabitur; 1944/45 Dreher; März – April 1945 RAD.
1945/46 KPD/SED; Mitgl. der KPD-Stadtteilltg. Gera; Sekr. des Antifa-Jugendaussch. Gera; 1946 FDJ; Sommer 1946 LPS in Bad Berka; 1946 – 50 Sekr. der FDJ-KL Gera bzw. Sekr. für Kultur u. Erziehung der FDJ-LL Thür., Zusammenarbeit mit  Heinz Lippmann; 1950 Erster Einjahreslehrgang der PHS; 1951 Instrukteur für kulturelle Massenarbeit in der Abt. Kultur des ZK der SED; 1951 – 56 Aspirant am IfG; 1956 Prom. zum Dr. phil. mit einer Diss. über Franz Mehring als Lit.-Theoretiker; 1956 – 63 stellv., dann Lehrstuhlltr. für marxist. Kultur- u. Kunstwiss. am IfG; 1959 Ernennung zum Doz.; 1961 Habil. mit einer Arbeit über Marx. u. Ästhetik; Mithrsg. der Schriften von Franz Mehring (15 Bde. 1960 – 67); 1961 Prof.; seit 1961 Vorstandsmitgl. des DSV; 1963 – 66 1. Sekr. u. stellv. Vors. des DSV; ab 1963 Abg. der Volkskammer (KB-Fraktion); 1967 – 71 Mitgl. des Mandatsprüfungsaussch., ab 1971 Aussch. für Kultur; 1966 – 69 erster wiss. Mitarb. des Kulturministers  Klaus Gysi; 1969 – 73 Mitgl. des Präs. u. des Vorst. des DSV; Vors. des wiss. Rats für kultur- u. kunstwiss. Forschungen; 1969 Lehrstuhlltr. am IfG; 1974 NP; ab 1977 Dir. des Inst. für Kultur- u. Kunstwiss. der AfG; 1970 Mitgl. der APW; 1976 Kand. u. ab 1981 Mitgl. des ZK der SED; 1982 Mitgl. des Präs. des KB; Mai 1986 Mitgl. der Kulturkommission beim PB des ZK der SED; Herbst 1986 Suizid – erstmalig in der DDR-Geschichte wird der Suizid eines Spitzenfunktionärs in den Medien erwähnt.

Publ.: Theoret. Probleme der soz. Kulturrev. Berlin 1959; Unsere Literaturges. Berlin 1965; Kulturfortschritt im Soz. Berlin 1988.
BRB

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