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Kohrt, Günter

* 11.3.1912, † 17.12.1982
Diplomat, stellv. Minister für Auswärtige Angelegenheiten

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Elektromonteur, Mutter Verkäuferin; 1912 – 18 Johannisstift in Berlin-Spandau, 1918 – 27 Volksschule, Realschule; 1927 – 30 Ausbildung zum kfm. Angest. in Berlin; 1927 – 29 ZdA; 1929 Freidenkerverb.; 1930 – 33 SPD; 1933 kfm. Angest. beim Mosse-Verlag; arbeitslos; 1932/33 Mitgl. der illeg. Gruppe »Sozialwiss. Vereinigung« bzw. »Rote Kämpfer«; 1934/35 Haussuchungen; 1933 – 45 Buchhalter; 1933 – 41 DAF; 1941 – 45 Wehrmacht; Mai/Juni 1945 amerik. Kriegsgefangenschaft in Moosbach (Braunau / Inn).
1945/46 KPD/SED; Aug. 1945 – 49 Hauptsachbearb., Ref.-Ltr., Ref. u. ab Dez. 1948 Dezernent in der Abt. Volksbildung beim Magistrat von Groß-Berlin; April 1949 SED-KPS Kaulsdorf; Sept. – Dez. 1949 DVA; Dez. 1949 – Febr. 1951 persönl. Ref. von  Anton Ackermann im MfAA; 1951 Ltr. der Abt. I (Dtl.-Pol. der westl. Besatzungsmächte); ab 1952 Ltr. der HA II, 1953 der HA III im MfAA; 1954 – 57 PHS der KPdSU in Moskau, Dipl.-Ges.-Wiss.; 1957 – 64 1. Stellv. Ltr. der Abt. IV des ZK der SED; 1964 – 66 Botschafter der DDR in der VR China (Nachf. von  Josef Hegen); 1966 – 73 Staatssekr. im MfAA, wesentl. an der Vorber. der dt.-dt. Gipfeltreffen in Erfurt u. Kassel beteiligt; 1973/74 Botschafter in Ungarn (Nachf. von Herbert Plaschke); 1974 Berater im MfAA; 1975 Invalidenrentner; 1972 VVO; 1980 Präs. der Liga der Vereinten Nationen in der DDR (Nachf. von  Peter Alfons Steiniger).

Publ.: Auf stabilem Kurs. Stationen der Außenpol. der DDR. Berlin 1980.
HME

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