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Königsdorf, Helga (verh. Bunke)

* 13.7.1938, † 4.5.2014
Schriftstellerin, Mathematikerin

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Gera; Vater Fabrikbesitzer; 1955 Abitur; 1955 – 61 Physikstudium in Jena u. Berlin; 1961 Heirat mit  Olaf Bunke; 1961 – 90 am Mathemat. Inst. der DAW/AdW, wiss. Mitarb., Abt.-Ltr.; 1963 Dr. rer. nat. an der HU Berlin; 1970 SED; 1972 Habil.; 1974 Prof. an der AdW; seit 1978 Veröff. von Kurzgeschichten u. Erzählungen; 1987 Mitgl. des PEN-Zentrums DDR; 1985 Heinrich-Heine-Preis; 1989 NP; 1990 aus gesundheitl. Gründen em.; seither freischaff. Schriftst.; 1989 – 91 Mitgl. des Präs. des PEN-Zentrums DDR u. des Dt. PEN-Zentrums (Ost); 1990 PDS; bis Okt. 1990 Mitgl. des Präs. des SV; kandidierte für den Dt. Bundestag.
Austritt aus der PDS; 1992 Roswitha-Gedenkmedaille der Stadt Gandersheim; gest. in Berlin.
Iron.-satir. Alltagsgeschichten (u. a. »Meine ungehörigen Träume« 1978); »Ungelegener Befund« (1990) thematisiert am Beispiel Lise Meitners die Problematik der gesellsch. Verantwortung des Wissenschaftlers; pol.- publizist. u. liter. Engagement im gesellsch. Umbruch 1989/90, u. a. »Aus dem Dilemma eine Chance machen« (1989); »Adieu DDR« (1991); »Gleich neben Afrika« (1992).

Publ.: Der Lauf der Dinge. Geschichten. Berlin, Weimar 1982; Lichtverhältnisse. Berlin, Weimar 1988; Über die unverzügliche Rettung der Welt. Essays. Berlin 1994; Die Entsorgung der Großmutter. Berlin 1997; Der gewöhnliche Wahnsinn: Die besten Geschichten. Berlin 1998; Landschaft in wechselndem Licht. Erinnerungen. Berlin 2002.
Sek.-Lit.: Dietrich, K.: »DDR-Lit.« im Spiegel der dt.-dt. Literaturdebatte: »DDR-Autorinnen« neu bewertet. Frankfurt (Main) 1998.
LeK; AnK

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