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Kramer, Erwin

* 22.08.1902, † 10.11.1979
Minister für Verkehrswesen, Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Schneidemühl (Westpr./Piła, Polen); Vater Lokomotivführer; 1908 – 12 Volksschule, 1912 – 19 Realschule; 1919 KJD; 1920 – 22 Praktikant im RAW Schneidemühl; 1923 – 29 Studium der Elektrotechnik u. Eisenbahnwiss. an der TH Berlin, Ing.; 1924 – 27 Mitgl. des Roten Studentenbunds; KJVD; während des Studiums Erwerbstätigkeit in versch. Laboratorien der Berliner Elektroindustrie; 1929 KPD; 1930 – 32 Bauführer bei der Reichsbahndirektion Berlin; Angeh. des M-Apparats der KPD; 1932 Haft in Berlin-Moabit; wegen drohenden Hochverratsprozesses Ende 1932 Emigr. in die UdSSR; wiss. Mitarb. am Zentr. Forschungsinst. für Verkehrswesen in Moskau, wiss. Arbeiten auf dem Gebiet der Rationalisierung von Verschiebebahnhöfen u. der selbsttätigen Zugbeeinflussung; 1932 – 36 Abendkurse an der KUNMS; 1937 Lehrgang Taktik der Pioniertruppen an der Militärschule »Erste Reiterarmee« in Tambow; ab Nov. Teiln. am span. Bürgerkrieg, Ing.-Offz. in der XI. Internat. Brigade, Instrukteur für das Pionierwesen im 15. Armeekorps, Ltn.; Febr. – April 1939 Internierung im Lager St. Cyprien in Frankreich; 1939 Rückkehr in die UdSSR; Ing. in einem Betrieb in Moskau; 1941 in der Sonderfahndungsliste »UdSSR« der Gestapo erf.; Übersetzer u. Sprecher in der dt. Red. des Moskauer Rundfunks; Okt. 1941 Evakuierung nach Kuibyschew; Entlassung aus dem Sender, »Verwarnung« durch die KPD-Führung; Ing. in Kuibyschew; 1943 wegen angebl. Verkaufs von Lebensmittelkarten auf dem Schwarzmarkt Ausschl. aus der KPD; 1945 Kursant einer pol. Schule in der Nähe von Moskau.
Dez. 1945 Rückkehr nach Dtl.; 1946 SED; 1946 Vizepräs. der RBD Berlin; 1946 – 49 Ltr. der maschinentechn. Abt./HA in der ZV bzw. HV Verkehr in der DWK; 1949/50 stellv. GD der DR; wegen Fahrt in den frz. Sektor von Berlin während eines Streiks der S-Bahnarb. am 19.7.1949 »strenge Verwarnung« durch die ZPKK; 1950 – 53 GD der DR (Nachf. von  Willi Kreikemeyer); 1953/54 Stellv. des Ministers für Verkehrswesen; 1954 – 70 Minister für Verkehrswesen (Nachf. von  Roman Chwalek) u. GD der DR; 1954 – 70 Mitgl. des ZK der SED; 1958 – 79 Abg. der Volkskammer; 1966 – 71 Ltr. der DDR-Delegation in der ständ. Kommission des RGW für Transport; Nov. 1971 stellv. Ltr. des Komitees der Interparl. Gruppe u. Mitgl. des Aussch. für Ausw. Angelegenh. der Volkskammer; 1958 NP; 1967 Ehrenspange zum VVO; 1970 KMO; Orden des Vaterländischen Krieges; 1977 Stern der Völkerfreundschaft; Ehrenpension; gest. in Berlin.

PeE; HME

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