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Kraushaar, Luise

geb. Szepanski
* 13.2.1905, † 10.1.1989
SED-Funktionärin, Publizistin

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Malermstr.; Lyzeum in Berlin; kfm. Ausbildung u. Arbeit als Angest.; 1919 FSJ; 1920 KJVD; 1923 ZdA; 1924 KPD; 1929 Reichsjugendschule der KPD; ab 1931 Mitarb. des zentr. BB-Ressort im zentr. AM-Apparat (KPD-Nachrichtendienst) in Berlin; ab 1933 illeg. pol. Arbeit für den zentr. M-Apparat in Berlin; März 1934 Emigr. in die ČSR (Prag), anschl. in die UdSSR; 1934/35 Arbeit in der Chiffrierabt. der Abt. Internat. Verbindungen der KI (OMS-Apparat) in Moskau; Dez.1935 im KI-Auftrag nach Paris; dort 1935 – 37 mit der Chiffrier-Arbeit im Pariser KI-Apparat betraut (zus. mit Paula Nuding); ab Mai 1938 Sekr. in der Nachrichtenagentur »Dt. Informationen« (Nouvelles d’Allemagne) in Paris (unter Bruno Frei); ab April 1939 in Paris im Emigranten-Komitee Sekr. von Hans Renner; Mai 1940 in Paris verhaftet u. kurzz. interniert; Juni 1940 Flucht nach Toulouse; Mitarb. der dortigen KPD-LL; Mitgl. der Résistance; bis Dez. 1940 Sekr. bei  Otto Niebergall; ab Nov. 1943 in Marseille Mitgl. der Parteiltg. der KPD Süd-Frankreich; Mitarb. der Ztg. »Unser Vaterland«; 1944/45 pol. Betreuung dt. Kriegsgef. in Frankreich.
1945 Rückkehr nach Dtl. (SBZ), Dez. 1945 nach Hamburg, Mai 1947 Übersiedl. in SBZ (Berlin); anschl. bis 1952 Instrukteurin in der personalpol. Abt. des ZS der SED bzw. der Kaderabt. des ZK d. SED (zuständig für die KPD im Westen), danach Referentin im Min. für Kultur; später Abt.-Ltr. in der HV Verlage im Min. für Kultur (Zensurbehörde), leitete bis 1958 das Lektorat Belletristik; ab 1958 wiss. Mitarb. des IML, zul. in der Abt. Geschichte I; wichtige Chronistin u. Forscherin der kommunist. Widerstandsbew.; 1969 VVO; 1980 Ehrenspange zum VVO; Dez. 1985 Ruhestand; gest. in Berlin.

Publ.: Zur Tätigkeit u. Wirkung des »Dt. Volkssender« (1941 – 1945). In: BzG (1964) 2; Während des Zweiten Weltkrieges in Paris, Nimes u. Marseille. In: Voßke, H. (Hrsg.): Im Kampf bewährt. Erinnerungen. Berlin 1969; Dt. Widerstandskämpfer 1933 – 1945. Biogr. u. Briefe. 2 Bde. Berlin 1970 (Hrsg.); Die Schulze-Boysen-Harnack-Org. im antifa. Kampf. Berlin 1970 (mit K. H. Biernat); Berliner Kommunisten im Kampf gegen den Fasch. 1936 bis 1942: Robert Uhrig u. Genossen. Berlin 1981.
Sek.-Lit.: Voßke, H. (Hrsg.): Unvergessene Kampfgefährten. Berlin 1970; Schaul, D.: Résistance. Berlin 1973; Pech, K.: An der Seite der Résistance. Zum Kampf der Bew. »Freies Dtl.« für den Westen in Frankreich (1943 – 1945). Berlin 1974; Barck, S., Langermann, M., Lokatis, S.: »Jedes Buch ein Abenteuer«. Zensur-System u. liter. Öffentlichkeit(en) in der DDR bis Anfang der 60er Jahre. Berlin 1997; Grundmann, S.: Der Geheimapparat der KPD im Visier der Gestapo. Berlin 2008.
BRB

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