Biographische Datenbanken

Beier-Red, Alfred (eigtl.: Alfred Beier)

(Ps. Red)
* 1.11.1902, † 3.2.2001
Pressezeichner und Karikaturist

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Maler, Mutter Näherin; Volks- u. Berufsschule; 1917 – 23 Lehre u. Tätigkeit als Buchdrucker; 1918 FSJ; 1923 KPD; 1927 – 29 Studium an der Berliner Kunstgewerbeschule-Ost (Schule für Graph. Gewerbe), März 1929 Abschluß als Graphiker; seit 1924 freischaff. polit.-satir. Zeichner, der die Linie von Kollwitz, Baluschek u. Zille fortsetzte u. in der Tradition des Berliner Realismus von Chodowiecki, Schadow u. Hosemann stand; Aufträge vornehml. für die Blätter der Arbeiterpresse, »Rote Fahne«, »Der Knüppel«, »Eulenspiegel«, »Der Rote Pfeffer«, »Die Rote Post«, 1932 / 33 auch für die Moskauer »Prawda«, signierte zum Schutz vor polizeil. Repressalien mit dem Ps. »Red« (Rot); 1928 – 33 Mitbegr. u. Mitgl. der ASSO; 1933 – 45 illeg. Tätigkeit; 1935 – 37 Graphiker beim Dt. Reformverlag; 1937 – 42 Werbeltr. der Werbegemeinschaft Dt. Reformwaren-Unternehmen; 1942 – 45 Wehrmacht; Ende April–Dez. 1945 Kriegsgef. im Zivillager Danzig u. Pötzlitz.
Seit 1945 wieder freiberufl. Pressezeichner, u. a. für »Tägl. Rundschau« u. ab 1946 vor allem für »Neues Deutschland«; 1946 SED; Mitgl. des VDP bzw. VDJ, 1947 – 60 Vors. der Sektion der Pressezeichner, Mitgl. des Vorst. des Berliner VDJ u. ab 1967 des VDJ-ZV; 1950 VBK; 1954 Initiator der 1. Dt. Karikaturen-Ausstellung; 1955 internat. Karikaturen-Schauen in Wien u. 1957 in Berlin; 1959 Kunstpreis der DDR; 1961 VVO u. Franz-Mehring-Med.; 1962 Prof., Kunstpreis des FDGB; 1969 Beteiligung an der Karikaturenretrospektive zum 20. Jahrestag der DDR u. an DDR-Kunstausstellungen in Dresden; 1970 NP.
Sek.-Lit.: Kuhirt, U.: A. B.-R. Gezielt u. getroffen. Berlin 1962; Bild der Klasse. Berlin 1971; Haese, K.: Kunst soll Waffe sein! A. B.-R. zum 80. Geb., in: Bildende Kunst (1982) 10.

Publ.: Mit dem polit. Pinsel. Berlin 1952; Polit. Bilderbuch. Berlin 1958.
AsV

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Ch. Links Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
Ch. Links Verlag, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, Tel. 030- 44 02 32-0, mail@christoph-links-verlag.de

Zum Abkürzungsverzeichnis