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Krötke, Wolf

* 5.10.1938
Evangelischer Theologe

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlinchen (Krs. Soldin, Ostbrandenb./ Barlinek, Polen); Vater 1945 gefallen; 1957 Abitur am Philantropinum in Dessau; anschl. Beginn des Studiums der Theol. an der Theolog. Fak. der KMU Leipzig; 1958/59 Haft im Zuchthaus Waldheim wegen »Hetze u. staatsgefährdender Prop. u. Herstellung u. Verbreitung von Hetzschriften«; danach Forts. des Studiums am Katechet. Oberseminar in Naumburg (Saale) u. am Sprachenkonvikt Berlin; 1965 Erstes theolog. Examen; 1967 kirchl. Qualifikationsprüfung (Prom.) über Karl Barths Lehre von der Sünde; 1967 – 70 Vikar u. Hilfsprediger in Görschen (Krs. Naumburg (Saale)); anschl. Studentenpfarrer in Halle; 1973 – 91 Doz. des Kirchl. Lehramts für systemat. Theol. am Sprachenkonvikt Berlin; Forschungen zur Theol. Karl Barths u. Dietrich Bonhoeffers, zum Verständnis von Religion u. zur Gotteslehre; 1976 Dr. h. c. der Univ. Tübingen; Mitgl. der Synode der EKU u. des Theolog. Aussch. der EKU; Mitgl. der Kommission für Theolog. Grundsatzfragen beim Bund der Ev. Kirchen in der DDR; 1990 Karl-Barth-Preis der EKU.
1991 Mitgl. in der Kammer für Theol. bei der EKD, im Bonhoeffer-Komitee, der Karl-Barth-Ges. u. der societas ethica; Berufung zum Prof. für systemat. Theol. u. bis 1993 Dekan der Theolog. Fak. der HU Berlin; 1995 Mitgl. der Europ. AdW (Salzburg); 2004 em.
W. K. galt als führender systhemat. Theologe in der DDR; zahlr. Veröff. zu dogmat. u. kirchenhist. Themen.

Publ.: Die Kirche im Umbruch der Ges. Tübingen 1994; Gottes Klarheiten. Tübingen 2001; Erschaffen u. erforscht. Mensch u. Universum in Theol. u. Naturwiss. Berlin 2002.
EhN

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