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Krummacher, Friedrich-Wilhelm

* 3.8.1901, † 19.6.1974
Evangelischer Bischof, Vorsitzender der Konferenz der Evangelischen Kirchenleitungen

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Pfarrer u. Hofpredi-
ger an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche;
1910 – 19 Gymnasium in Potsdam; 1919 – 22 Studium der Theol. in Berlin, Tübingen u. Greifswald; 1923 Erstes Theolog. Examen in Berlin; anschl. Vikar in Neuruppin; 1925 Zweites Theolog. Examen u. Ordination; danach Hilfsprediger in Berlin; 1926 – 28 Provinzvikar in der Kurmark; 1927 Prom. in Tübingen; 1928 – 33 Pfarrer in Essen-Werden u. Synodalvertreter für soziale Arbeit; Berufung in das Dt. Ev. Kirchenbundesamt nach Berlin; 1933 NSDAP; 1934 – 39 Personalref. bzw. Oberkonsistorialrat im Kirchl. Außenamt; ab 1939 Kriegsdienst als Lazarett- bzw. Div.-Pfarrer; sowj. Gefangenschaft, Mitarb. im NKFD u. Mitgl. in dessen Arbeitskrs. für kirchl. Fragen, hier auch partielle Zusammenarbeit mit dem NKWD.
Mai 1945 Rückkehr nach Dtl. im Gefolge
der Gruppe  Walter Ulbricht; ab Herbst 1945 Gemeindepfarrer in Berlin-Weißensee;
1945 – 49 Superintendent des Kirchenkrs. Berlin-Land; nebenamtl. Oberkonsistorialrat in der Kirchenkanzlei der EKD u. 1946 – 55 Gen.-Superintendent in Berlin; in dieser Zeit versch. Verhandlungen mit der SMAD bzw. der
DDR-Reg.; 1949 Mitbegr. des Norddt. Kirchenkonvents; 1953 Dr. h. c. der HU Berlin;
1955 – 72 Bischof der Pommerschen Ev. Kirche mit Sitz in Greifswald (Nachf. von Karl von Scheven); 1960 – 68 Vors. der Konferenz der Ev. Kirchenltg. in der DDR; 1957 – 70 Mitgl. des Exekutivaussch. des Luth. Weltbunds, ab 1961 des Rats der EKD; Mitarb. in der Kommission für Internat. Angelegenh. des Ökumen. Rats der Kirchen.
Da sich F.-W. K. von der SED-Führung nicht instrumentalisieren ließ, war er in den 60er Jahren heftigen öffentl. Angriffen ausgesetzt.

Sek.-Lit.: Mäkinen, A.: Der Mann der Einheit. Bischof F.-W. K. als kirchl. Persönlichkeit in der DDR in den Jahren 1955 – 1969. Greifswald 2002.
EhN

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