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Kügelgen, Bernt von

* 31.7.1914, † 30.1.2002
Chefredakteur der »Neuen Berliner Illustrierten« u. des »Sonntag«

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in St. Petersburg; Vater Schriftst. (Chefred. der dt.-spr. »St. Petersburger Ztg.«); 1921 Übersiedl. nach Dtl.; 1921 – 23 Schüler in Berlin-Zehlendorf; 1928 – 34 Baltenschule in Misdroy (Krs. Wollin), Abitur; 1933/34 Mitgl. des Stahlhelms u. der Wehrstahlhelm-SA; 1934 – 36 Ausbildung als Werbefachmann u. 1938/39 Volontariat im Scherl-Verlag Berlin; Werbetexter für den Anzeigenteil der »Woche«,
dann der »Filmwelt«; 1936 – 42 Wehrmacht;
1939 – 42 in Polen u. Frankreich, Ltn.; zul. Komp.-Führer an der Ostfront; Juli 1942 sowj. Kriegsgefangenschaft im Lager Oranki; Nov. 1942 dort Mitbegr. der 2. Gruppe antifa. Offz.; Mitarb. der Ztg. »Das Freie Wort«; Jan. 1943 Antifa-Zentralschule Krasnogorsk; 1943 Mitinitiator u. Gründungsmitgl. des NKFD; 1943/ 44 NKFD-Frontbevollm. an der 1. Ukrain. Front, danach bis 1945 in Lunowo, Haus des NKFD; Mitgl. des Red.-Kolleg. der NKFD-Ztg. »Freies Dtl.«.
Aug. 1945 Rückkehr nach Dtl.; Berichterstatter der »Berliner Ztg.«; 1946 KPD/SED; VVN; 1946 – 48 Ressortltr. Innenpol. der »Berliner Ztg.«; 1946 – 90 VDJ; 1948 KB; 1948 – 50 stellv. Chefred., 1950 – 57 Chefred. der »Neuen Berliner Illustrierten« (Nachf. von  Lilly Becher); 1956 Reportagereise durch China; 1957 – 77 Chefred. der kulturpol. Wochenztg. »Sonntag« (Nachf. von  Heinz Zöger); 1966 Abschl. eines FS-Fernstudiums Journalistik; 1957 – 75 Mitgl. des Präsidialrats des KB; 1958 – 71 stellv. Vors. der Arbeitsgemeinschaft ehem. Offz.; seit 1969 Mitgl. des Beirats des Min. für Kultur; 1975 VVO; 1978 – 90 Ehrenmitgl. des Präsidialrats des KB; 1985 sowj. Gedächtnismedaille für Teiln. am Großen Vaterländ. Krieg; gest. in Berlin.

Publ.: Die Front war überall. Berlin 1958 (Hrsg. u. Mitautor); Die Nacht der Entscheidung. Berlin 1983.
BRB

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