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Lachnit, Wilhelm

* 12.11.1899, † 14.11.1962
Maler, Grafiker, Zeichner

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Gittersee (b. Dresden); 1914 – 18 Lehre als Dekorationsmaler in Dresden; Teiln. an Abendkursen der Kunstgewerbeschule, 1921 – 23 Studium an der Dresdner Akad. bei Richard Dreher, Bekanntschaft mit Otto Dix; 1924 Mitgl. der marxist. Künstlervereinigung »Rote Gruppe«; seit 1924 freischaff. als Maler in Dresden tätig; Beteiligung an der 1. Dt. Kunstausstellung in der UdSSR; 1925 KPD; 1925 – 29 Studienreisen nach Nordafrika, Südfrankreich u. Italien; Ltg. von Kursen der Arbeiterzeichnerbew.; 1929 Gründungsmitgl. der Dresdner ASSO; 1930 Zusammenschl. mit anderen Dresdner Künstlern zur Gruppe »Aktion«; 1932 Erweiterung der Gruppe zur Dresdner Sezession; 1933 von den Nationalsozialisten als »entartet« verfemt, Beschlagnahmung von Werken, Ausstellungsverbot, kurze Inhaftierung durch die Gestapo; verdiente Lebensunterhalt u. a. als Ausstellungsgestalter; 1944/45 Kriegsdienst; am 13./14.2.1945 Vernichtung der Ateliers u. eines großen Teils des Werks während der Luftangriffe auf Dresden.
1947 – 54 Prof. für Wandmalerei an der HS für Bildende Künste Dresden; seit 1955 freischaff. in Dresden; 1954 – 62 Ltg. der Künstlergem. »Kleine Akad.«; 1955 Studienreise n. Süddtl.; 1956 gem. mit Karl Kröner Reise nach Italien.
Werke: Der Kommunist Frölich, 1924/28; Mädchen im Pelz, 1925; Wandbilder für den Festsaal der Taubstummenanstalt in Leipzig, 1929; Der Tod von Dresden, 1945; Gliederpuppe, 1948.

Sek.-Lit.: Schmidt, D.: W. L. In: Wegbereiter. Dresden 1977; Lehmann, H.-U.: W. L. – Aquarelle, Zeichnungen u. Pastelle. Kat. Erwerbungen Nr. 29 des Kupferstichkabinetts Dresden 1977; Weidemann, F.: W. L. Dresden 1983 (Reihe Maler u. Werk); Kirsten, W., Lühr, H.-P. (Hrsg.): Künstler in Dresden im 20. Jh. Dresden 2005.
AnS

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