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Lamberz, Werner

* 14.4.1929, † 6.3.1978
Mitglied des Politbüros des ZK der SED

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Mayen (Eifel); Vater Peter L., Maurer/ Angest.; Volksschule; 1939 – 43 Dt. Jugend; 1941 – 44 in der nationalpol. Erziehungsanstalt (Napola) »Adolf-Hitler-Schule« Sonthofen; 1943 – 45 Dt. Jungvolk, dann HJ; während eines Ferienaufenthalts 1944 vom KPD-Gen. seines Vaters in der Umgebung von Mayen versteckt, zeitw. Arbeit in einem Baubetrieb u. einer Gärtnerei.
1945 Ausb. zum Heizungsbauer in Mayen; nach der Übersiedl. zum Vater in die SBZ 1946 – 48 Ausbildung zum Heizungsbauer u. Monteur in Luckenwalde; 1946 FDGB; 1947 SED u. FDJ; April 1947 vom SED-Krs.-Vorst. kommissar. als Krs.-Vors. der FDJ in Luckenwalde eingesetzt, Mai 1948 u. April 1949 als solcher gewählt; ehrenamtl. Funktionär der IG Metall in Luckenwalde; 1948 Mitgl. DSF, DTSB u. KB; ab Juni 1949 im Parteiauftrag zum Landessportaussch. Brandenb.; 1949 – 52 Mitgl. der LL Brandenb. der SED u. FDJ; Jan. – Juli 1950 Studium an der SED-LPS in Schmerwitz; danach dort bis März 1951 Assistent u. zeitw. hauptamtl. Parteisekr.; zur Vorber. der III. Weltfestspiele seit Mai 1951 als Sekr. für Agit. u. Prop. des FDJ-Landesvorst. Brandenb. eingesetzt; Aug. 1952 – Aug.1953 Studium an der Komsomol-HS in Moskau; 1953 – 63 Mitgl. u. Sekr. des ZR der FDJ, zunächst für Agit. u. Prop., dann für kulturelle Arbeit, 1954 – 56 Mitgl. des Präsidialrats des KB u. des Präs. der Urania; 1955 – 59 Ständ. Vertreter des ZR der FDJ im EK des WBDJ in Budapest; nach der Rückkehr Sekr. des ZR der FDJ für Internat. Verbindungen, Westarbeit u. Studentenangelegenh.; 1961 – 63 Vizepräs. der Dt.-Afrikan. Ges.; Jan. 1963 Kand. des ZK der SED; 1.3.1963 – 66 hauptamtl. Mitgl. der Agit.-Kommission unter  Albert Norden, verantw. für Auslandsprop.; 1964 VVO; ab 1965 Mitgl. des Präs. des Friedensrats; seit 1967 Mitgl. u. Sekr. des ZK der SED, verantw. für Agit. u. Prop.; zugl. 1966 – 71 Ltr. der Abt. Agit. beim ZK der SED; seit 1967 Abg. der Volkskammer u. Mitgl. des Vorstands des VDJ; 1968 Banner der Arbeit; seit 1969 Mitgl. des Präs. des NR der NF; 1969 VVO; 1970 Kand., 1971 Mitgl. des PB des ZK der SED; im Auftrag von  Erich Honecker beteiligt an der Abstimmung mit der KPdSU-Führung beim Sturz von Walter Ulbricht; L. galt als Nachf. von Erich Honecker u. Verfechter einer »liberaleren« Pol.; tödl. verunglückt bei einem Hubschrauberabsturz bei Tripolis (Libyen), wo er zuvor mit Muammar al-Gaddafi zusammengetroffen war, mit ihm starben  Paul Markowski, Dolmetscher Armin Ernst u. Reporter Hans-Joachim Spremberg.

Publ.: Ideolog. Arbeit – Herzstück der Parteiarbeit. Ausgewählte Reden u. Aufsätze. Berlin 1979.
Sek.-Lit.: Eik, J.: Tod eines Kronprinzen. W. L. und der Hubschrauberabsturz in Libyen. In: ders.: Besondere Vorkommnisse. Pol. Affären und Attentate. Berlin 1995; Döring, H.-J.: Es geht um unsere Existenz. Berlin 1999.
MoK; HME

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