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Langhoff, Thomas

* 8.4.1938, † 18.2.2012
Regisseur, Schauspieler, Theaterleiter

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Zürich; Vater  Wolfgang L., Schauspieler, Regisseur u. Intendant; seit 1946 in Berlin; bis 1960 Studium an der Theater-HS in Leipzig; Engagements in Borna u. Brandenb.; erste Filmrolle 1959 in »Verwirrung der Liebe« (R:  Slátan Dudow); 1963 – 71 Schauspieler am Hans-Otto-Theater Potsdam; 1964 in dem TV-Film »Doppelt oder nichts«, 1969 in der TV-Prod. »St. Urban«, 1970 in dem DEFA-Märchenfilm »Dornröschen«; ab 1971 Schauspieler beim DFF, hier u. a. 1973 in den TV-Serien »Eva u. Adam« u. »Stülpner-Legende«, 1976 in der TV-Serie »Das unsichtbare Visier« u. 1978/79 als Dichter Ernst Moritz Arndt in dem mehrt. Historiendrama »Scharnhorst«; seit Mitte der 70er Jahre v. a. Theaterregisseur, inszenierte u. a. »Venezian. Zwillinge« (Carlo Goldoni), »Clavigo« (Johann W. v. Goethe), 1978 »Einsame Menschen« (Gerhart Hauptmann) am Maxim-Gorki-Theater Berlin; dort 1979 »Drei Schwestern« (Anton Tschechow) u. am Schauspiel Frankfurt (Main); 1980 »Ein Sommernachtstraum« (William Shakespeare) am Maxim-Gorki-Theater sowie »Maria Stuart« (Friedrich Schiller) am Dt. Theater in Berlin; 1981 an den Kammerspielen in München »Platonow« (Anton Tschechow), 1982 »Freudenfeuer für den Bischof« (Sean O’Casey), 1988 »Die Übergangsgesellschaft« von  Volker Braun am Maxim-Gorki-Theater; 1984 NP.
1990 am Salzburger Landestheater »Die Jüdin von Toledo« (Franz Grillparzer), an den Kammerspielen des Dt. Theaters Berlin »Haus Herzenstod« (Bernhard Shaw) u. »Der zerbrochene Krug« (Heinrich v. Kleist), am Maxim-Gorki-Theater »Mein Kampf« (George Tabori); 1990 Mitgl. der AdK; 1991 – 2001 Intendant am Dt. Theater (DT/Kammerspiele) (Nachf. von  Dieter Mann); 1992 Josef-Kainz-Medaille; 1993 Preis des Internat. Theaterinst.; weitere Inszenierungen u. a.: 1991 »Stella« (München), 1991 »Das Käthchen von Heilbronn«, 1992 »Der Turm« (DT in Koprod. mit Wiener Festwochen), 1993 »Biberpelz« (DT/Kammerspiele), 1995 »Onkel Wanja« (DT), »Das letzte Band« (Maxim-Gorki-Theater), 1996 (Oper, Tel Aviv), 1997 »Die Bernauerin« (München), 1999 »Figaros Hochzeit« (Staatsoper Berlin); 2000 »Don Giovanni« (Berlin); 2002 »Elisabeth II« (T. Bernhard/ Wien); 2006 »SCHÄNDUNG« (Botho Strauß nach »Titus Andronicus« von Shakespeare/ Berlin); 2006 »Brand« (Ibsen/München); 2007 »Wallenstein« (Schiller/Wien); 2008 »Die Goldberg-Variationen«. Gest. in Berlin.

Sek.-Lit.: Th. L. Schauspieler – Regisseur – Intendant. Berlin 1983; Gaus, G.: Porträts 4. Berlin 1993; Wolfgang L.: Theater für ein gutes Dtl. Düsseldorf – Zürich – Berlin 1901 – 1966. Düsseldorf 1992; Piel, I.: W. L.s »Moorsoldaten« als Beispiel für parteipol. KZ-Dok.-Lit. Düsseldorf 1993; Schütt, H.-D.: T. L. – Spielzeit Lebenszeit. Berlin 2008.
MoK; BRB

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Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
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