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Laufer, Paul

* 1.1.1904, † 11.6.1969
Abteilungsleiter im MfS

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Striegau (Niederschles. / Strzegom, Polen); Mutter Hausangest.; von den Großeltern aufgezogen; 1910 – 18 Volksschule; 1918 – 21 Ausbildung zum Former; 1919 – 27 SAJ; 1921 – 33 SPD; 1922 Former; 1923 arbeitslos; 1924 – 28 Arbeiter bzw. Former in versch. Betrieben in Striegau, ab 1927 in Berlin; 1924/25 u. 1928 – 33 Reichsbanner; seit 1927 »Abwehrarbeit« für die KPD in der SPD; 1928 – 36 Arbeiter bei den Städt. Gaswerken Berlin; 1932 Mitarb. im Sekr. des Gen.-Sekr. des Internat. Gewerkschaftsbunds in Berlin; 1933/34 arbeitslos; 1935 Mitgl. der illeg. SPD-BL Berlin; 24.1.1936 verhaftet, verurteilt vom VGH zu drei Jahren Zuchthaus, Haft in Brandenb. u. Waldheim; 1939/40 Lokheizer bei der Firma Stäber in Berlin; 1940 – 44 Dreher bei der AEG Berlin; 1944 Wehrmacht (Strafbat. 999), Einsatz in Jugosl., Kriegsgefangenenlager, entlassen; 1944/45 zunächst Partisan, dann Dienst in der Jugosl. Volksarmee.
Okt. 1945 Rückkehr nach Dtl.; auf Wunsch der KPD Mitgl. der SPD; ab 1946 SED; 1945/ 46 Mitarb. der Pressestelle im Polizeipräs. Berlin; 1946 – 49 Mitarb., ab 1947 Hauptref. der Abt. Personalpol. beim ZS der SED; 1949 – 54 Ref. der ZPKK, zul. Sektorenltr.; 1954/55 PHS; 28.2.1955 Eintritt in das MfS als Major, Ltr. der HV A-Abt. II, zuständig für die Bearbeitung von SPD u. DGB; Führungsoffz. von Christel u.  Günter Guillaume; Okt. 1964 Ende der operativen Arbeit aus gesundheitl. Gründen; Oberst; Jan. 1969 Ausscheiden aus dem Dienst; VVO.

Sek.-Lit.: Deckname Stabil. Stationen aus dem Leben u. Wirken des Kommunisten u. Tschekisten P. L. Leipzig 1988.
JeG

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