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Lauter, Hans

* 22.12.1914, † 31.10.2012
Mitglied des Sekretariats des ZK der SED

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Adelsberg (b. Chemnitz); Vater Former; Volks- u. Berufsschule; 1929 – 34 Ausbildung zum Glasschleifer, anschl. im Beruf tätig; 1930 KJVD; 1931/32 Mitgl. der KJVD-UBL Chemnitz; 1932 – 34 Pol.-Ltr. der KJVD-Ortsgr. Chemnitz-Ost; 1934 / 35 Pol.-Ltr. der KJVD-BL Leipzig; 28.5.1935 verhaftet, 28.3. 1936 Verurteilung durch den III. Senat des VGH wegen »Vorber. zum Hochverrat« zu zehn Jahren Zuchthaus, verbüßt im Zuchthaus Waldheim u. Moorlager II, IV u. VII, Febr. 1945 Flucht.
1945 Agit.-Prop.-Ltr. der KPD-KL Chemnitz; 1946 stellv. Ltr. der Abt. Werbung u. Schulung des SED-Landesvorst. Sachsen; 1947 – 49 PHS; 1949/50 Mitgl. des Sekr. der SED-LL Sachsen; Juli 1950 – Mai 1953 Mitgl. des ZK der SED u. seines Sekr., verantwortl. für Kultur; 13./14.5.1953 wegen angebl. Verrats von KJVD-Mitgl. an die Gestapo von den Funktionen enthoben, Juli 1956 rehabil.; 1953 – 59 Doz. am Franz-Mehring-Inst. der KMU Leipzig; 1958 – 69 Abg. des Bez.-Tags Leipzig; 1956 – 62 Sekr. für Kultur (Nachf. von Siegfried Wagner), 1962 – 66 für Agit./Prop. (Nachf. von Hans Wetzel) u. 1966 – 69 für Wiss., Volksbildung u. Kultur (Nachf. von Hans Eisengräber) der SED-BL Leipzig, 1969 abgelöst wegen Konflikten mit dem Sekr. in Fragen der Intelligenzpol., insbes. wegen seiner Einstellung zur KMU; 1969 – 74 Doz. u. a. o. Prof., 1974 ord. Prof. im marxist.-leninist. Grundlagenstudium der TH Karl-Marx-Stadt; 1974 Prom. zum Dr. phil. mit einer Diss. zum Thema Technik u. Kultur; 1979 em.; Arbeiten u. Publ. zu kulturpol. u. -hist. Fragen sowie zur Geschichte der Arbeiterbew. u. des antifa. Widerstands; seit 1974 Vors. des Stadtkomitees Karl-Marx-Stadt der antifa. Widerstandskämpfer; Mitgl. im Ältestenrat der PDS; 1990 Mitgl. des Vorst. des IVVdN; ab Aug. 1990 Vors. des Stadtverb. Chemnitz des IVVdN. Gest. in Leipzig.

HME; AnH

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