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Lehweß-Litzmann,  Walter (urspr. Walter Lehweß)

* 5.6.1907, † 16.9.1986
Direktor des Flugbetriebs der Lufthansa bzw. Interflug

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Bromberg (Westpr. / Bydgoszcz, Polen); Vater Regierungsbaumeister u. Architekt, Mutter Generalstochter Amelie Lehweß, geb. Litzmann; ab 1908 aufgew. in Berlin; 1913 – 18 Privatunterricht, 1918 – 25 Reform-Realgymn. in Berlin-Zehlendorf; 1925 – 28 Fahnenjunker in Fürstenwalde; 1925 / 26 Besuch der Infanterieschule Dresden u. der Kavallerieschule Hannover; Jan. 1929 Ltn. im Reiter-Rgt. 4 in Potsdam; 1932 Oltn.; 1933 Ausbildung beim Aeroklub Dtl. in Berlin-Staaken; ab 1933 Doppelname; Sept. 1933 Absturz in Staaken (ein Jahr lang dienstunfähig); 1934 auf eigenen Wunsch Versetzung zur Luftwaffe in Prenzlau; 1935 Aufklärungsfliegerschule Braunschweig, anschl. Staffelkapitän der Aufklärergruppe beim OKL Prenzlau; 1936 Hptm. im Stab der Luftwaffe; ab 1937 beim Generalstab Luftkreis III in München; 1938 Ltg. der Flugwaffe Österreich u. Aufbau der Luftflotte 3 in Wien; 1939 Luftkriegsakad. in Berlin-Gatow; Okt. 1939 im Stab der Fliegerdiv. 6 in Frankfurt (Main); 1940 im Generalstab X, Fliegerkorps Norwegen, Major; 1941 Umschulung auf Ju 88, Einsatz in Frankreich u. England; 1941 Teiln. am Angriff auf die SU; 1942 Chef des Sonderstabs Finnland u. Fliegerführer Nord-Ost im Bereich der Luftflotte 5, Oberstltn.; 1942 Dt. Kreuz in Gold; März 1943 Geschwaderkommodore KG 3 »Blitz« an der Ostfront; 1943 Ritterkreuz; Sept. 1943 Abschuß östl. von Jaroslawl; anschl. bis Dez. 1945 sowj. Kriegsgef., 1944 Mitgl. im Bund Dt. Offiziere im NKFD, Mitarb. der Presse- u. Rundfunkred. des NKFD, dort enge Zusammenarb. mit  Rudolf Herrnstadt,  Anton Ackermann u.  Günter Kertzscher.
Dez. 1945 Rückkehr nach Dtl.; anschl. bis 1947 Ltr. der Bauabt. des Berliner Verlags; Febr. – Apr. 1946 SMA-Schule in Königs Wusterhausen; 1947 – 49 Red. im Allg. Dt. Verlag in Berlin, dort Ltr. des Buchverlags »Historisches Kabinett«; 1950 / 51 Red. der »Berliner Zeitung«; 1950 – 52 Abenduniv. für Marxismus-Leninismus; 1951 / 52 Sekr., dann Ltr. der Presseabt. u. Chefred. im Sekretariat des Dt. Friedenskomitees in Berlin; 1952 – 59 stellv. Ltr. bzw. Ltr. der HV Volkspolizei-Luft (KVP), Chef der flieger. Ausbildung der DDR-Luftstreitkräfte, Oberst; Aufstellung der 1. Fliegerdivision Cottbus; 1955 SED; 1956 / 57 im NVA-Kommando Luftstreitkräfte / Luftverteidigung; 1957 Ernst-Moritz-Arndt-Med.; 1957 –59 Kdr. der NVA-Fliegerschule Kamenz/ Bautzen; 1959 Verdienstmed. der NVA; 1959 –70 Dir. des Flugbetriebs der Dt. Lufthansa Ost bzw. ab Sept. 1963 der Interflug Berlin; 1968 Med. der Waffenbrüderschaft; Jan. 1970 schwerer Autounfall, Rentner; gest. in Wildau (b. Berlin); Trauerfeier mit zivilen u. militär. Ehren in Berlin.

Publ.: Lehweß-Litzmann, J.: Absturz ins Leben. Autobiographie. Hrsg. von Jörn L.-L. Querfurt 1994.
Sek.-Lit.: »Meister der Waffe«. Über den »militärischen Experten« W. L.-L. In: Die Neue Ztg., 22.8.1952; Niemetz, D.: Das feldgraue Erbe. Die Wehrmachtseinflüsse im Militär der SBZ / DDR. Berlin 2006.
BRB

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Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
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