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Bentzien, Hans

* 4.1.1927, † 18.5.2015
Minister für Kultur

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Greifswald; Vater Arbeiter; Volks- u. Oberschule; 1. Lehrerprüfung; 1944 RAD, Wehrmacht; 20.4.1944 NSDAP; 1945 brit. Kriegsgefangenschaft.
1945/46 KPD/SED; 1946 – 48 Neulehrer in Greifswald; 1948 – 50 Studium der Geschichte an der EMAU Greifswald u. FSU Jena; zeitw. Assistent des Kulturdir. des VEB Carl Zeiss Jena; Instrukteur für Kultur der SED-LL Thür.; 1. Sekr. der SED-KL Jena-Stadt; 1954/55 Sekr. für Kultur u. Volksbildung der SED-BL Gera (Nachf. von Bruno Kiebs), zeitw. auch 1. Sekr. der SED-KL Jena-Stadt; 1955 – 58 Studium an der PHS der KPdSU in Moskau, Dipl.-Ges.-Wiss.; 1958 – 61 Sekr. für Kultur u. Bildung der SED-BL Halle (Nachf. von Arthur Kleine); 1958 – 66 Mitgl. der Kulturkommission beim PB des ZK der SED; 1961 – 66 Min. für Kultur (Nachf. von  Alexander Abusch); infolge des 11. Plenums des ZK der SED im Dez. 1965 wegen »ernsthafter Fehler« abgelöst; 1965 VVO; 1966 – 75 Dir. des Verlags Neues Leben in Berlin; 1975 – 78 Ltr. der HA Funkdramatik beim Staatl. Komitee für Rundfunk u. stellv. Vors. des Staatl. Komitees für Fernsehen, 1979 abgesetzt nach Sendung der Filme »Geschlossene Ges.« u. »Ursula«, danach Arbeitsgr.-Ltr. u. Autor in der Red. Publizistik des DFF; 1985 Theodor-Körner-Preis; 1989/90 Gen.-Intendant des Fernsehens der DDR bzw. des DFF (Nachf. von  Heinrich Adameck); gest. in Bad Saarow.

Publ.: Bruder Martinus. Berlin 1983; Unterm Roten u. Schwarzen Adler. Berlin 1992; Meine Sekretäre u. ich. Berlin 1995; Friedrich II., König von Preußen: Ich, Friedrich II. Berlin 2002; Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Zwischen Soldateneid u. Tyrannenmord. 1997; Überhaupt zeigt man Charakter. Berlin 2002; Fragen an die DDR (zus. mit H. Czepuck u. G. Fischer) Berlin 2003; Was geschah am 17. Juni? Vorgeschichte, Verlauf, Hintergründe. Berlin 2003; Division Brandenburg. Die Rangers von Admiral Canaris. Berlin 2004; Warum noch über die DDR reden? Berlin 2009.
HME

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