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Lembke, Hans

* 28.5.1877, † 7.3.1966
Pflanzenzüchter

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Malchow (Insel Poel, Mecklenb.); Vater Landwirt; Volks- u. Realschule in Wismar; 1893 – 95 landw. Lehre; 1895 – 1905 Verwalter versch. Güter; 1905 Übernahme des väterl. Hofs, Ausgestaltung zu einem beispielgebenden Saatzuchtgut; Neuzüchtung von Winterraps, Futterpflanzen u. v. a. Kartoffeln, Entwicklung von produktiven Methoden des Klee- u. Grassamenanbaus; 1925 Dr. h. c. der Univ. Rostock.
1945 Enteignung bei der Bodenreform; 1945 – 59 Ltr. des staatl. Saatzuchtguts bzw. der Zuchtstation Malchow des Inst. für Pflanzenzüchtung Groß Lüsewitz der DAL; Züchtung ertragreicher Kartoffelsorten mit bes. Toleranz gegenüber Abbaukrankheiten u. Widerstandsfähigkeit gegenüber Krebsbiotypen; 1946 Dr. h. c. der MLU Halle; 1947 – 58 Prof. mit Lehrauftrag bzw. Lehrstuhl für Pflanzenzüchtung an der Univ. Rostock; 1951 Ord. Mitgl. der DAL; NP; 1958 Max-Eyth-Plakette der Dt. Landw. Ges. (Bundesrep. Dtl.); 1959 Justus-von-Liebig-Preis der Univ. Kiel; 1961 Erwin-Baur-Medaille der DAL; Ehrensenator der Univ. Rostock; 1962 em.
H. L. galt als Nestor der dt. Pflanzenzüchtung; Züchtung insbes. von Kartoffel- u. Rapssorten, die im Anbau der DDR lange Zeit dominierten.

Publ.: Anbau von Raps, Rüben, Flachs. Berlin 1935.
Sek.-Lit.: Schröder-Lembke: Geschichte eines Hofes. Frankfurt (Main) 1958; Seifert, M.: H. L. – sein Wirken als Landwirt, Züchter u. Hochschullehrer. In: »Beiträge der Züchtung zur Intensivierung der Pflanzenprod.« Tagungsbericht der AdL. Berlin 1977.
SiK

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