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Lenski, Arno von

* 20.7.1893, † 4.10.1986
NDPD-Funktionär, Chef der Fachverwaltung Panzerwesen der NVA

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Czymochen (Krs. Oletzko, Ostpr./Cimochy, Polen); Vater Gutsbesitzer; 1900 – 03 Volksschule in Czymochen, 1903 – 08 Kadettenhaus Köslin, 1909 – 12 Kadettenkorps Groß Lichterfelde (b. Berlin), Abitur; 1912/13 Kriegsschule Hetzfeld, Offiziersexamen; 1913 Ltn.; während des 1. Weltkriegs eingesetzt in Rußland u. Frankreich; danach in versch. Offiziersstellungen in Bromberg u. Demmin; 1921 – 24 Schüler, 1925 – 29 Reitlehrer der Kavallerieschule in Hannover; 1929 – 33 Schwadronchef in Ludwigslust; 1933/34 Kdr. der Uffz.-Reitschule u. anschl. bis Okt. 1935 Adj. der Kavallerieschule Hannover; anschl. Kdr. des Kavallerie-Regt. 6 in Schwedt (Oder) bzw. Darmstadt; 1934/35 Teiln. an internat. Reitturnieren in Irland, Ungarn, Schweden; Sept. – Nov. 1939 Kdr. der Aufklärungsabt. der 33. Inf.-Div. im Westwall; ab Dez. 1939 Kdr. der »Schule für Schnelle Truppen« in Krampnitz (b. Potsdam); 1939 – 42 ehrenamtl. Beisitzer am NS-VGH, III. Senat (der auch Todesurteile fällte), hier als militär. Sachverständiger in Spionageprozessen; Aug. 1942 Gen.-Major, übernahm im Sept. 1942 das Kommando über die 24. Panzerdiv. während der Kämpfe um Stalingrad; 2.2.1943 sowj. Kriegsgefangenschaft bei Stalingrad; Lager 27 (Krasnogorsk), Susdal, Woikowa u. in »Spez. Objekten«; seit 27.5.1944 Mitgl. des Bundes Dt. Offz. im NKFD; Mitarb. der Ztg. u. des Senders »Freies Dtl.« in Lunowo; 1944 durch das Kriegsgericht Torgau in Abwesenheit zum Tode verurteilt; Dez. 1944 – Mai 1945 Studium der Ges.-Wiss. u. Polit-Ökon. in der Antifa-Schule in Krasnogorsk; März 1946 – Aug. 1949 militär. Fachberater bei Mosfilm für den Dok.-Film »Die Schlacht um Stalingrad«; dazw. Antifa-Lehrgang Lager III/27 (Krasnogorsk).
17.8.1949 Rückkehr nach Berlin; Mitgl. der NDPD; als VdN anerkannt; 1949/50 stellv. Vors. des NDPD-LV Berlin; 1950/51 Pol. Mitarb. beim PV; 1952 – 86 Mitgl. des Hauptaussch.; Okt. 1949 – Jan. 1951 stellv. Vors. der DSF-LL Groß-Berlin; März 1951 – Sept. 1952 Dir. des Berliner Stadtkontors (Bank von Groß-Berlin); 1951 – 66 Mitgl. des ZV der DSF; Okt. 1952 Ernennung zum KVP-Gen.-Major der Panzertruppen; 1952 – 56 im MdI Aufbau der KVP; März 1956 – Juli 1958 Ltr. der Fachverw. Panzerwesen der NVA; 1957 Ernst-Moritz-Arndt-Medaille; Okt. 1957 Medaille für Kämpfer gegen den Fasch.; Aug. 1958 Ruhestand; ab 1958 als Gen.-Major a. D. im MfNV; Berater für Reitausbildung im ASK »Vorwärts« Berlin (Nationalmannschaft u. mod. Fünfkampf); Vorstandsmitgl. u. 1964 – 71 Vors. der Arbeitsgemeinschaft ehem. Offz. (Nachf. von  Otto Korfes); 1958 – 67 Abg. der Volkskammer u. Mitgl. des Aussch. für Nationale Verteidigung; 1961 – 70 Präs. des Pferdesportverb. der DDR; Mitgl. des NOK der DDR, des ZV der DSF u. des BV des DTSB; 1968 Kampforden für Verdienste um Volk u. Vaterland; 1973 VVO; 1978 Ehrenspange zum VVO; gest. in Berlin.

Sek.-Lit.: Welz, H.: In letzter Stunde. Biogr. nach umfgr. Aufzeichnungen A. v. L. Berlin 1978; Wenzke, R.: A. v. L. – NVA-Panzergeneral mit preuß. Wurzeln. In: Ehlert, H., Wagner, A. (Hrsg.): Genosse General – Die Militärelite der DDR in biogr. Skizzen. Berlin 2003.
BRB; HME

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