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Lietz, Heiko

* 4.10.1943
Bürgerrechtler

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Schwerin; Vater Pastor, Mutter 1945 gest.; 1961 Abitur in Rostock; 1961 – 66 Studium der Theol. an der WPU Rostock, Dipl.-Theol.; 1966/67 Student. Mitarb. in der Geschäftsstelle der Ev. Studentengemeinde Berlin; 1967 – 70 Vikariat in Rostock; dazw. Bausoldat in der NVA u. nach Korrektur seiner Entscheidung Haft wegen Totalverweigerung; ab 1970 Pastor in der Domgemeinde zu Güstrow u. nebenamtl. Studentenpfarrer; ab 1979 Mitarb. in der unabh. Friedensbew. in Güstrow, Kessin u. Rostock; 1980 Abbruch der kirchl. Amtstätigkeit wegen theolog. Konflikte; anschl. Gemeindemitarb. in einer Rostocker Nebengemeinde; 1981 mehrere Mon. arbeitslos; dann techn. Mitarb. der Kunsthalle Rostock; 1981 – 88 Hauswirtschaftspfleger u. Essenausträger bei der Volkssolidarität Rostock; ab 1984 Teiln. an der Vorber. u. Durchführung des jährl. DDR-weiten Treffens unabh. Friedensgr. »Frieden konkret«; seit 1985 Vors. der AG Frieden der Ev.-Luther. Landeskirche Mecklenb.; Mitorganisator der DDR-weiten Arbeitsgr. »Wehrdienstverweigerung«; Auslandsreiseverbot, 1987 Verbot der Teiln. am Berliner Kirchentag; 1988 – 90 Mitarb. der Kirchengemeinde Badendiek (b. Güstrow); ab Sept. 1989 Mitarb. im Neuen Forum (NF), später Mitgl. des NF-Republiksprecherrats, NF-Vertreter am Zentr. Runden Tisch; Mai 1990 Abg. u. NF-Fraktionssprecher im Krs.-Tag Güstrow.
Okt. 1990 Spitzenkand. u. dann 1. Landessprecher des NF Mecklenb.-Vorpom.; 1992 Mitgl. des Bundessprecherrats der Partei Bündnis 90; Teiln. an der Aushandlung des Assoziationsvertrags mit den Grünen; 1993 Sprecher des Landesvorst. Mecklenb.-Vorpom. Bündnis 90 / Die Grünen u. Mitgl. des Sprecherrats des innerparteil. »Forum Bürgerinnen- u. Bürgerbew.«; 1994 Spitzenkand. für die Landtagswahl; 1997 Austritt aus Bündnis 90/ Die Grünen; 1994 – 99 Mitgl. der Synode der Ev.-Luther. Landeskirche Mecklenb.; seit 1996 Mitarb. im Koordinierungskrs. der ökumen. Basisgr. Dtl.; 1995 – 97 Mitgl. der Enquetekommission »Aufarbeitung u. Versöhnung« des Landtags Mecklenb.-Vorpom.; 1995 – 98 Projektlr. für die Arbeit mit Obdach- u. Wohnungslosen im Rahmen der regionalen Arbeitsförderung; danach arbeitslos; ab 1998 Sprecher der Landesarmutskonferenz; 1998 Gründer der Wählergem. Bürgerbündnis 2000 des Landkrs. Güstrow; 2005 Mitarb. im Koordinierungskreis Ökumen. Basisgruppen Schwerin, Mitbegr. des Sozialforums West-Mecklenb.
Publ. in versch. Ztschr. u. Sammelbänden.

HME; JaW

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