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Lingner, Max

* 17.11.1888, † 14.3.1959
Maler, Grafiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Leipzig; Vater Xylograph; Abitur; 1908 – 13 Studium der Malerei an der Kunstakad. Dresden bei Carl Bantzer; 1914 – 18 Militärdienst; 1918 Mitgl. des Soldatenrats, beteiligt am Kieler Matrosenaufstand; 1919 – 22 Bewirtschaftung eines Gehöfts in Born (Darß); als Landschaftsmaler tätig; 1922 – 28 in Weißenfels (Saale) ansässig; Aufn. sozialkrit. u. proletar. Themen: Hinkemann (um 1924/25), Heimkehrende Fabrikarb. (1926), Arbeiterliebe (1928); Ende 1928 Übersiedl. nach Paris; dort vorwiegend Arbeit als Zeichner für die Presseorgane »Monde«, »Avantgarde«, »L’Humanité«, als Buchillustrator u. Ausgestalter von Pressefesten; 1934 Mitgl. der frz. KP; tätig für die Volksfront; 1939/40 Internierung u. a. im Lager Gurs, Flucht; danach illeg. Arbeit für die Résistance; 1944 Wiederaufn. der Arbeit für die »L’Humanité«.
1949 Rückkehr nach Dtl.; übergab 40 Gemälde, Aquarelle u. Zeichnungen als Schenkung dem »Volk des fortschrittl. Dtl.«, u. a. die Gemälde »Paris Meudon« (1929), »Im Boot« (1931), »Mademoiselle Yvonne« (1932); Mitgl. des Präs.-Rats des KB; 1949 Prof. an der HS für bildende u. angewandte Kunst in Berlin-Weißensee; 1950 Gründungsmitgl. der DAK u. Ltr. einer Mstr.-Kl. für Malerei; monumentale Festdekoration zum 1.5.1950 im Berliner Lustgarten (als formalist. diffamiert); im Sinne des geforderten soz. Realismus entstehen Spätwerke, u. a. das Wandbild für das Haus der Min. (1952) u. das Gemälde »Der Große Dt. Bauernkrieg« (1951 – 55); 1952 u. 1955 NP; 1955 VVO; gest. in Berlin.
Seit 2007 gibt es die unselbständige M.-L.-Stiftung.

Publ.: Mein Leben u. meine Arbeit. Dresden 1955; Gurs. Bericht u. Aufruf. Berlin 1982.
Sek.-Lit.: Geismeier, W.: M. L. Leipzig 1968; Claußnitzer, G.: M. L. Maler u. Werk. Dresden 1970; Heider, G.: M. L. Künstlerkompendium. Leipzig 1979; Kat. M. L. Nat.-Galerie u. AdK. Berlin 1988; Sent, E.: M. L. Werkverzeichnis 1898 bis 1931/32. Berlin 2004.
AnS; BRB

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