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Linke, Karl

* 10.1.1900, † 16.5.1961
Chef der DDR-Militärspionage

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Görsdorf (Krs. Reichenberg, Nordböhmen/Loučna, Tschechien); Vater Arbeiter; 1906 – 14 Volks- u. Bürgerschule; 1914 – 18 Ausbildung u. Arbeit als Bandweber; 1915 SAJ Österreich; 1918 österr. Militärdienst, kurzz. ital. Gefangenschaft; USPD; 1924 – 30 KPČ; 1919 – 21 Abraumarb. in Senftenberg; 1921 – 29 Arbeit in versch. Betrieben der ČSR; 1924 – 30 als Weber in Grottau; 1927/28 führend am Streik beteiligt, dann gemaßregelt; Schleuser der KPD; Arbeit für die »AIZ« in Berlin, Chemnitz u. der ČSR; wegen unerlaubten Fotografierens in den Witkowitzer Eisenwerken verhaftet; seit 1930 UdSSR; dort 1930 – 34 Webermstr. in Moskau; 1935 – 37 Zechenltr. in Moskau; 1930 – 51 Mitgl. der KPdSU; 1938 tätig im Volkskommissariat für Leichtindustrie; 1939 – 41 Arbeit in der Handelskammer; Juli 1941 – Juli 1945 Rote Armee, 1942 Fallschirmeinsätze im dt. Hinterland in Gomel (zwei Jahre Kommissar einer Partisaneneinheit u. Parteisekr.) u. 1944 in der Slowakei; 1945 Rückkehr nach Moskau; 1946 Rückkehr in die ČSR; 1946 – 49 Saalmstr. in einer Bandweberei in Hrádek nad Nisou (ehem. Grottau).
1949 Übersiedl. nach Berlin; zunächst als Übersetzer in der SKK; 1950 Mitarb. der SPK; 1951/52 Ltr. des Sekr. u. persönl. Ref. des 1. stellv. Vors. in der SPK (Nachf. von Alwi-
ne Mahlow); 1951 DDR-Staatsbürgerschaft; SED; Juni 1952 ltd. Mitarb. der KVP;
1952 – 57 Chef der Verw. für allg. Fragen bzw. 1956/57 Chef Verw. 19 (Spionage), General; 31.8.1957 zum Oberst degradiert u. in die Reserve versetzt; Berlin-Verbot; lebte bis zu seinem Tode in Zittau.

Sek.-Lit.: Kabus, A.: Auftrag Windrose. Der militär. Geheimdienst der DDR. Berlin 1993; Koch, P.-F.: Die feindl. Brüder. Bern, München, Wien 1994; Wegmann, B.: Die Militäraufklärung der NVA. Berlin 2005.
HME

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