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Loch, Hans

* 2.11.1898, † 13.7.1960
Vorsitzender der LDPD, Minister für Finanzen

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Köln; Vater Schlosser; Gymnasium, 1916 Abitur; 1917/18 Militärdienst; 1918 – 23 Studium der Rechtswissensch. an den Univ. Bonn u. Köln, 1923 Dr. jur.; 1919 – 24 DDP; bis 1925 tätig an versch. Gerichten; danach Justitiar u. Steuersyndikus; 1933 zeitw. in den Niederlanden wohnhaft; danach erneut Justitiar u. Syndikus; 1936 – 38 Emigr. in die Niederl.; anschl. wieder Syndikus versch. Wirtschaftsunternehmen in Dtl.; 1939 – 45 Wehrdienst.
1945 Mitbegr. der LDPD im Krs. Gotha; 1946 – 48 OB von Gotha; 1947 FDGB; Mitbegr. der DSF; ab 1951 Mitgl. ihres Zentralvorst.; ab Okt. 1947 Vors. des Aussch. Gemeindepol. beim Zentralvorst. der LDPD Thür.; ab Nov. Mitgl. des engeren Landesvorst.; Mai 1948 – Febr. 1950 Justizmin. von Thür.; Mitgl. der DWK u. des Dt. Volksrats; ab Herbst 1948 Mitgl. des PV bzw. des Pol. Aussch. des ZV der LDPD; 1949 – 51 Vors. des Landesverb. Thür.; 1949 stellv. Vors., 1951/52 mit  Karl Hamann Kovors., nach dessen Verhaftung Dez. 1952 Vors. der LDPD; erarbeitete die Thesen über den »neugewordenen Liberalismus«; seit 1949 Mitgl. des Präs. des dt. Friedensrats; 1949 – 60 Abg. der (Prov.) Volkskammer; 1949 – 55 Minister für Finanzen, ab 1950 stellv. Vors. des Min.-Rats; ab 1954 Vors. des Aussch. für Dt. Einheit u. Mitgl. des Präs. des NR der NF; 1954 VVO; gest. in Berlin.

Publ.: Ein Bürger sieht die Sowjetunion. Leipzig 1953; Auferstehung einzigartiger Kunst durch edle Freundestat. Berlin 1955; Wir sind dabeigewesen. Berlin 1959; Aus Reden u. Aufsätzen. Berlin 1985 (Hrsg. von M. Bogisch).
Sek.-Lit.: H. L. Beiträge zu seiner pol. Biogr. 1945 – 1960. Berlin 1974.
HME

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