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Löffler, Fritz

* 12.9.1899, † 15.5.1988
Kunsthistoriker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Dresden; Vater Apotheker; nach zweijährigem Wehrdienst 1919 Abitur; Studium der Germanistik, Romanistik, Kunst- u. Theatergeschichte sowie Archäol. in Jena, Berlin, Greifswald u. München, Studienaufenthalte in Florenz u. Rom, 1927 Prom. an der Ludwig-Maximilians-Univ. München mit einer Arbeit über Eduard v. Keyserling; anschl. Tätigkeit bei den Städt. Kunstsamml. Dresden, 1937 dort wegen seiner Arbeit für die »Dresdner Sezession« u. Förderung »entarteter Kunst« (u. a. Freundschaft mit Otto Dix) entlassen; freiberufl. Tätigkeiten, u. a. für das »Heimatwerk Sachsen«, dann Verpflichtung zu Kriegs- u. Zivildienst.
Ab 1945 wieder in städt. Diensten, 1947 nach heftigen Auseinandersetzungen um die Bewahrung histor. Bauten des alten Dresden von OB  Walter Weidauer fristlos entlassen, danach freiberufl. Arbeit u. a. für die Staatl. Kunstsamml., ab 1954 angest. am Inst. für Denkmalpflege; 1967 Ruhestand; intensive publizist. Tätigkeit, darunter zahlr. Malerbiogr., u. a. zu  Hegenbarth,  Jüchser,  Kretzschmar; nach weitgehender Überwindung des Vorwurfs der Rückwärtsgewandtheit zahlr. Ehrungen, u. a. 1979 Gottfried-Semper-Med. der Staatl. Kunstsamml. Dresden, 1982 Martin-Andersen-Nexö-Kunstpreis der Stadt Dresden, 1986 Johannes-R.-Becher-Med. des KB.

Publ.: Das Alte Dresden. Dresden 1955; Der Zwinger. Ein Denkmal des Dresdner Barock. Dresden 1957; Otto Dix. Leben u. Werk. Dresden 1960; Stadtkirchen in Sachsen. Dresden 1973.
Sek.-Lit.: Wenzkat, I. (Hrsg.): F. L. – Visionen einer Stadt. Dresden 1995 (mit biograph. Angaben sowie zahlr. Dokumenten u. Artikeln von L. zu Dresden); Walther, S.: F. L. 1899 – 1988. Ein Leben für Kunst u. Denkmalpflege in Dresden. Dresden 1999.
GuD

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