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Lohberger, Kurt

* 2.6.1914, † 29.5.2008
Vorsitzender der GST

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Lugau (Erzgeb.); Vater Bergarb., Mutter Fabrikarb.; 1920 – 28 Volksschule; 1928 – 31 Ausbildung zum Maurer; 1930 KJVD, RFB u. KPD; 1930 – 33 erwerbslos; März 1933 kurzztg. verhaftet; Mai 1933 Emigr. in die ČSR, ab 1934 Arbeit für den M-Apparat in Prag; Dez. 1936 – Jan. 1937 in Haft, anschl. unter Polizeiaufsicht; Nov. 1937 – Febr. 1939 Teiln. am span. Bürgerkrieg; 1938 Aberkennung der dt. Staatsbürgerschaft; 1939 – 41 in Frankreich (Lager St. Cyprien, Gurs u. Le Vernet) interniert; Mai 1941 auf KPD-Beschluß Rückkehr nach Dtl., Gestapo-Haft in Dresden u. Chemnitz, Okt. 1941 vom OLG Dresden wg. »Vorbereitung zum Hochverrat« zu 4 Jahren Zuchthaus verurteilt, Haft im Zuchthaus Waldheim, Juli 1943 – Juli 1944 Strafbat. 999, zuletzt in Griechenland, Flucht u. bis Aug. 1945 Kämpfer einer griech. bzw. alban. Partisaneneinheit; Mitbegr. des NKFD in Griechenland.
Sept. 1945 Rückkehr nach Dtl.; Sept. – Nov. 1945 stellv. Chef der Polizei im Land Brandenb.; Nov. 1945 – Juli 1948 Sekr. der KPD- bzw. SED-KL Stollberg; anschl. Ltr. u. Polit-Kultur-Offz. der Grenzpolizei im Land Sachsen; Okt. 1949 – Okt. 1950 militär. Sonderlehrgang in Privolsk (UdSSR); 1950 – 52 Ltr. der Abt. Polit-Kultur der VP-Dienststelle Zeithain; 1952 Oberst; 1952/53 Ltr. der Abt. Org. u. Instrukteur in der Pol. Verw. der KVP; 1953 – 55 Ltr. der Pol. Abt. beim Stab in der Territorialen Verw. Süd; 1955/56 Ltr. der Pol. Abt. in der Territorialen Verw. Nord; danach bis 1960 stellv. Ltr. für Pol. Arbeit im Militärbez. Nord der NVA; 1956 Hans-Beimler-Med.; 1956 – 58 Vertreter der NVA im Vereinten Oberkommando der Warschauer Vertragsstaaten in Moskau; 1958 Med. für Kämpfer gegen den Fasch.; 1959 Besuch der sowj. Generalstabsakad. in Moskau, Abbruch aus gesundheitl. Gründen; 1959/60 Stv. Chef der Verw. Kader im MfNV; 1960/61 Kdr. der Politoffiziersschule in Berlin-Treptow; 1962 Offz.-Hörer an der Militärakad. »Friedrich Engels«; 1962/63 im MfNV; Mai 1963 Versetzung in die Reserve, 1966 Gen.-Major der Reserve; 1963 – 68 Vors. des ZV der GST (Nachf. von  Richard Staimer); 1968 Reaktivierung, bis Dez. 1971 Sekr. der ZPL im Militärverlag; 1972 – 74 im Militärgeschichtl. Institut Potsdam; Sept. 1974 Ruhestand; 1973 VVO; 1974 Scharnhorst-Orden; 1984 KMO.
1990 PDS; 1996 Ehrenstaatsbürger von Spanien; Okt. 2004 Mitgl. des Beirats des Verb. Deutscher in der Resistance, in den Streitkräften der Anti-Hitler-Koalition u. der Bew. »Freies Dtl.« (DRAFD); gest. in Berlin.

Publ.: Die Aufgaben der Ges. für Sport und Technik. Berlin 1964.
Sek.-Lit.: Rau, P.: An vielen Fronten des Kampfes bewährt. In: Junge Welt, 18.6.2008.
BRB; HME

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