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Löhr, Jonny

* 20.2.1899, † 15.7.1967
KPD- und NDPD-Funktionär

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Hamburg; Vater Arbeiter, Mutter Waschfrau; Volks- u. Gewerbeschule in Hamburg; 1913 – 16 Ausbildung zum Schlosser u. 1916/17 Heizungsmonteur in Hamburg; 1913/ 14 SAJ; Militärdienst; 1921 u. 1923 Ltr. des Nachrichtendienstes der KJV Wasserkante; 1922 KPD; 1922 – 25 Abendschule in Hamburg; 1925 – 28 Studium an der Höheren Maschinenbauschule in Leipzig, Maschinenbauing.; ab 1928 Mitarb. der KI; sowj. Staatsbürgerschaft; 1928 – 30 nachrichtendienstl. Arbeit (als Verbindungsagent) in Rumänien (im Auftrag der KI bzw. GRU), Mitgl. einer GRU-Residentur in Bukarest, die Militär- u. Industriespionage betrieb, deshalb im Okt. 1930 in Bukarest verhaftet u. im Juni 1931 wegen »Hochverrats« (Spionage) zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt; 1930 – 40 Haft in den Zuchthäusern Auid u. Doftana; 1930 – Mai 1941 Mitgl. der Rumän. KP, danach wieder KPD; 1940 Emigr. in die UdSSR; Dez. 1940 sowj. Staatsbürgerschaft; 1940/41 Ing. im Stadtbauamt Kischinjew, Obering. der Moldauischen Staatsbank in Kischinjew im Bauwesen; 1942 – 44 Oberpolitinstrukteur des NKWD, Arbeit unter dt. Kriegsgefangenen; 1944/45 Lehrer am »Inst. 99« (im ZK-Apparat der KPdSU, zuständig für NKFD).
Juni 1945 Rückkehr nach Dtl.; 1945/46 KPD/ SED; VdN; 1945 – 47 Mitarb. in der KPD- bzw. SED-LV Mecklenb.; 1945/46 Ltr. der Abt. Industrie innerhalb der Abt. Handel u. Versorgung in der LV Mecklenb.; 1946 Ltr. der HA Industrie im Min. für Wirtschaft Mecklenb., 1947 Min.-Dir.; 1948 – 50 Vizepräs. der IHK von Mecklenb.; im sowj. Auftrag Juni 1948 Mitbegr. der NDPD; ab 1948 Mitgl. von deren Hauptaussch. u. Vors. des LV Mecklenb.; 1949/50 Abg. u. Vizepräs., ab 1954 erneut Abg. der (Prov.) Volkskammer; 1950/51 a. o. Gesandter u. Chef der Diplomat. Mission der DDR in Rumänien, März 1951 auf rumän. Wunsch wegen »Verletzung der Wachsamkeit« abberufen; Sept. 1951 – Mai 1953 Dir. der DIA Transportmaschinen; ab Dez. 1953 Mitgl. der Stadtverw. Groß-Berlin; hier zeitw. Vors. der Ständ. Kommission für Gesundheitswesen; 1953 – 58 stellv. Präs. der IHK; 1954 – 58 Mitgl. des NR der NF; ab 1955 Mitgl. des PV der NDPD; ab 1963 des Sekr. des Hauptaussch. u. Vors. der PKK (Nachf. von  Hans Luthardt); Okt. 1963 Mitgl. des Präs. der Volkskammer; Mitgl. des Komitees der Antifa. Widerstandskämpfer; 1964 VVO; gest. in Berlin.

BRB; HME

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