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Mäde, Hans Dieter

* 29.1.1930, † 29.5.2009
Regisseur, Generaldirektor des VEB DEFA-Studios für Spielfilme

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Krakow am See (Mecklenb.), aufgew. in Schwerin; Vater Postbeamter; verließ das Gymnasium u. wurde hauptamtl. FDJ-Funktionär; 1946 SED; 1947 – 49 Studium der Germanistik u. Geschichte an der Univ. Rostock; 1949 – 52 Studium der Theaterwiss., Dramaturgie u. Regie am Dt. Theaterinst. Weimar, Diplom; 1952 Oberassistent am Theaterinst.; 1952 – 56 Chefdramaturg u. Regisseur in Erfurt; 1956 – 61 u. 1972 – 76 Regisseur am Maxim-Gorki-Theater Berlin; 1959 Kunstpreis der DDR; 1961 – 66 Gen.-Intendant u. Chefregisseur Schauspiel in Karl-Marx-Stadt; 1962 NP (im Koll.); 1963 – 81 Kand. des ZK der SED; 1966 – 77 Vizepräs. des Verb. der Theaterschaffenden; 1966 NP; 1966 – 72 Gen.-Intendant des Staatsschauspiels Dresden; 1972 – 76 Oberspielltr. am Maxim Gorki Theater in Berlin; 1969 a. o., 1974 – 91 ord. Mitgl. der AdK; 1977 – 89 GD des VEB DEFA-Studios für Spielfilme (Nachf. von  Albert Wilkening); 1979 Held der DDR; 1981 – 89 Mitgl. des ZK der SED; 1989 Vorruhestand.
Inszenierte bis 1956 nur Klassiker, bemühte sich dann auch um die Erschließung der Gegenwartsdramatik, u. a. 1957  Heiner Müllers »Lohndrücker« u. »Korrektur« im Maxim-Gorki-Theater Berlin; 1964 William Shakespeares »Hamlet« in Karl-Marx-Stadt u. 1967 »König Lear« sowie Horst Kleineidams »Von Riesen u. Menschen«, UA in Dresden; 1971/72 Gorkis »Kleinbürger« u. »Barbaren« im Maxim-Gorki-Theater; 1970 Fernsehinszenierung von Armand Salacrous »Nächte des Zorns«; bei der DEFA verantw. für Themenwahl u. Gestaltung der Spielfilme.

Publ.: Dramaturgie des Positiven. Berlin 1973 (zus. mit U. Püschel).
Sek.-Lit.: Pietzsch, I.: Werkstatt Theater: Gespräche mit Regisseuren. Berlin 1975; Schenk, R. (Red.): Das zweite Leben der Filmstadt Babelsb.: DEFA-Spielfilme 1946 – 1992. Berlin 1994; Warnecke, P.: Spur d. Filme. Zeitzeugen über die DEFA. Berlin 2006.
ReR; BRB

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