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Mader, Julius

* 7.10.1928, † 17.5.2000
Schriftsteller

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Radzein (ČSR / Radejcin, Tschechien); Vater Angest., Mutter Arbeiterin; 1945 Ausweisung aus der ČSR, Übersiedl. in die SBZ; 1946/47 LDPD Wirtschafts-OS; Ausbildung zum Textilkfm.; Studium der Wirtschaftswiss., Journalistik u. der Staats- u. Rechtswiss. an den Univ. Berlin u. Jena, der HS für Binnenhandel in Leipzig u. der DASR Potsdam, 1956 Dipl.-Wirtsch.; bis 1959 stellv. Chefred. der Ztschr. »Der Handel«; seit 1960 freischaff. Schriftst., Schwerpunkt: Reportagen u. Dok. der NS-Zeit, seine Bücher erreichten eine Aufl. von über drei Mio. Expl. u. wurden in zahlr. Sprachen übersetzt; ab Jan. 1960 als IM der MfS-Abt. Agitation erf. (Deckn. »Dokument«, »Julius«, »X55«, »Jäger«), ab 1962 als OibE »Faingold« des MfS erf.; 1963 SED; 1964 Major des MfS; 1965 Dr. rer. pol.; Tätigkeit im Binnenhandel; außerdem Chronist des MfS, u. a. Buchprojekte »Gelbe Liste. Wo ist die CIA? (1969)« u. »CIA-Operation Hindu Kush: Geheimaktivitäten im unerklärten Krieg der USA gegen Afghanistan« (1988); 1971 Dr. sc. Jur.; 1989 Entlassung aus dem MfS; gest. in Berlin.

Publ.: Die graue Hand. Berlin 1960; Die Killer lauern. Berlin 1961; Jagd nach dem Narbengesicht. Berlin 1962; Geheimnis von Huntsville. Berlin 1963; Der Banditenschatz. Berlin 1965; Dr. Sorge funkt aus Tokio. Berlin 1966 (zus. mit H. Pehnert); Nicht länger geheim. Berlin 1966; Who’s who in CIA. Berlin 1968; Hitlers Spionagegenerale sagen aus. Berlin 1970; Rote Kapelle gegen Hitler. Berlin 1979 (zus. mit A. S. Blank); Dr.-Sorge-Report. Berlin 1984.
Sek.-Lit.: Förster, A.: Schatzräuber. Berlin 2000; Maddrell, P.: J. M. and the Western secret services during the Cold War. In: Cold War History 2005 (2).
BRB; HME

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