Biographische Datenbanken

Berger, Max

* 11.7.1893, † 25.5.1970
Militäroberstaatsanwalt der NVA

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Freiwaldau (Krs. Sagan, Niederschles./ Gozdnica, Polen); Vater Arbeiter; Volksschule; Kartonagenschneider; 1907 Arbeiterjugend, 1915 – 18 Militärdienst; 1912 – 24 SPD, 1926 KPD; 1920 – 23 Rechtsvertreter im Berliner Mieterverein »Königstor«, anschl. bis 1926 deren Vors.; später Angest. in der Inseraten-Expedition für Arbeiterztg.; 1925 – 33 eigene Praxis als Rechtsbeistand; 1932/33 Ltr. der Jur. Abt. der »Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit«; 1933/34 illeg. pol. Arbeit in Niederschl.; Inhaber eines Zigarrengeschäftes; 30.1.1936 verhaftet, 26.1.1937 Verurteilung wegen »Vorber. zum Hochverrat« zu 32 Mon. Zuchthaus; 1939 – 45 Kartonagenarbeiter u. Hilfskontrolleur.
Mai 1945 Aufbau der KPD-UB-Ltg. Berlin-Prenzlauer Berg sowie der Staatsanwaltschaft in Berlin-Prenzlauer Berg auf Befehl der sowj. Kommandantur; Okt. 1945 fristlose Kündigung durch den Gen.-Staatsanwalt Wilhelm Kühnast wegen »mangelnder akademischer Bildung«, nach Protest Staatsanwalt in Berlin-Mitte; 1946 SED; Nov. 1948 Sektorenstaatsanwalt für den sowj. Sektor; ab Febr. 1949 Gen.-Staatsanwalt beim LG Berlin C 2; ab Juli 1950 Oberstaatsanwalt von Berlin (Ost); Eintritt in die DVP, später KVP, ab 1956 NVA; ab 1.3. 1953 beauftragt mit der Bildung der Staatsanwaltschaft in den bewaffneten Organen, Oberstaatsanwalt der DVP im MdI; 1954 VVO; 1956 Chef der Verw. Militäroberstaatsanwaltschaft im Min. für Nat. Verteidigung u. erster Militäroberstaatsanwalt; 30.9.1958 Beendigung des aktiven Wehrdienstes; später Mitarb. im NR der NF.

AnH

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Ch. Links Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
Ch. Links Verlag, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, Tel. 030- 44 02 32-0, mail@christoph-links-verlag.de

Zum Abkürzungsverzeichnis