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Mahler, Christian

* 12.11.1905, † 30.5.1966
Direktor der Nationalen Mahn- u. Gedenkstätte Sachsenhausen

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Hamburg; Vater Werftarb., Mutter Arbeiterin; Volkschule u. Schiffbauerlehre in Hamburg; 1924 KPD u. RFB; Agitprop.-Ltr. im Stadtteil Elmsbüttel; Polit.-Ltr. im RFB Hamburg, Mitarb. des M-Apparats der BL Wasserkante; Aug. 1933 Verhaftung u. Verurteilung »wegen Vorbereitung zum Hochverrat in Tateinheit mit schwerem Landfriedensbruch u. Vergehen gegen das Schußwaffengesetz« zu fünf Jahren Zuchthaus; nach Strafverbüßung im Okt. 1938 bis 1943 inhaftiert im KZ Sachsenhausen, anschl. im Zweiglager Falkensee (b. Berlin), Apr. 1945 Befreiung.
Mai 1945 Eintritt in die VP in Mecklenburg, VP-Insp.; 1949 HS der VP in Berlin; 1950 – 53 Ltr. der Schutzpolizei im Land Mecklenb.; Nov. 1953 Entlassung aus der VP weg. »Westkontakten« seiner Lebensgefährtin (einer jüd. Überlebenden des KZ Ravensbrück, deren Eltern in Hamburg wohnten); Dez. 1953 – Febr. 1955 2. Sekr. der SED-BPO der Elbewerft Boizenburg; ab März 1955 SED-BPO-Sekr. im VEB Klement-Gottwald-Werk in Schwerin; 1959 / 60 Ltr. der Abt. Inneres im Rat des Bez. Schwerin; 1959 Verdienstmed. der DDR; 1960 – 66 erster Dir. der Nat. Mahn- u. Gedenkstätte Sachsenhausen; 1965 VVO; gest. in Oranienburg.

Publ.: Die internat. Solidarität im ehem. faschist. Konzentrationslager Sachsenhausen. In: Jahnke, K. H., Lamprecht, W.: Wenn wir gemeinsam kämpfen, sind wir unüberwindlich. Berlin 1962.
Sek.-Lit.: Hrdlicka, M. R.: Alltag im KZ. Das Lager Sachsenhausen bei Berlin. Opladen 1991.
BRB

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