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Markert, Rolf (eigtl.: Helmut Thiemann)

* 24.1.1914, † 30.1.1995
Bezirksverwaltungsleiter im MfS

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Werdau (Sachsen); Vater Maurer; Volksschule; Lehre als Klavierbauer, nach Entlassung als Maurer; 1928 KJVD; 1929 – 31 Ltr. des Untergaus Zwickau der RJ; 1931 Wanderschaft in Litauen u. Lettland, dann Sowjetunion; Arbeit als Ofenbauer in Swerdlowsk, Komsomol; 1932/33 Gewerkschaftsmitarb., Anleitung von Wolgadt.; Kand. der KPdSU; 1934 Besuch der Schule der KJI in Chotkowa bei Moskau; 1934 Rückkehr über Prag nach Berlin; illeg. Arbeit, Verhaftung; 1935 dreieinhalb Jahre Zuchthaus Luckau wegen »Vorber. zum Hochverrat«, 1937 KZ Esterwegen u. Aschendorfer Moor, 1938 – 45 KZ Buchenwald; KPD; Mitgl. der illeg. PO; Pfleger im Krankenbau u. im Abwehrapparat, 1943 – 45 Mitgl. der militärpol. Ltg.
Mai 1945 Einstellung bei der Polizei; Ltr. der Personalabt. im Polizeipräs. Chemnitz; Annahme des Namens Rolf Markert u. des Geburtsdatums 3.9.1911; Sept. 1945 Kadersekr. der KPD-KL Bautzen; 1946 Ltr. der Personalabt. der Landespolizeibehörde Sachsen; 1948 Ltr. des Dezernats K 5 (pol. Polizei) des Landeskriminalamts Sachsen; Aug. 1949 Stellv. Operativ des Ltr. der Verw. zum Schutz der Volkswirtschaft Sachsen; Okt. 1949 Ltr. der Abt. VIIa (VP-Bereitschaften) der HV zum Schutz der Volkswirtschaft (ab Febr. 1950 MfS); 1951 Ltr. der Länderverw. des MfS Brandenb.; 1952 Ltr. der Abt. IV (Spionageabwehr) des MfS Berlin; 1953 Ltr. der BV Dresden (Nachf. von Joseph Gutsche) u. Mitgl. der SED-BL Dresden; März – Aug. 1964 geheimdienstl. Berater in Sansibar; 1969 Gen.-Major; 1975 VVO; 1981 Entlassung, Rentner, KMO; gest. in Berlin.

Sek.-Lit.: Hartewig, K.: H. T., R. M. und der Häftlingskrankenbau im KZ Buchenwald. In: JHK 1997.
JeG

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