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Berger, Uwe Ludwig

* 29.9.1928, † 16.2.2014
Schriftsteller, Vizepräsident des Kulturbunds

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Eschwege (Hessen); Vater Reichsbankdirektor; aufgew. in Emden, Augsburg u. ab 1939 in Berlin; 1939 – 44 Oberschule; 1944 / 45 Flakhelfer, Marineoffiziersanwärter; setzte nach der Entlassung aus dem Militärdienst die Schule fort; Abitur; 1947 – 49 Studium der Germanistik u. Kunstwiss. an der HU Berlin; 1949 FDGB, FDJ, KB; 1950 DSF; 1949 – 51 Mitarbeiter beim Verlag Volk u. Wissen; 1951 – 55 Lektor beim Aufbau-Verlag; seitdem freiberufl. Schriftsteller; 1970 – 86 vom MfS als IM »Uwe« erfaßt; leitete ab 1982 den Zirkel schreibender Tschekisten des MfS; 1973 – 89 Vorstandsmitgl. des SV; 1982 – 89 Mitgl. des Präsidialrats u. Vizepräs. des KB; verfasste vorrangig Gedichte, daneben auch Romane, Erzählungen u. Essays, trat zudem als Hrsg. in Erscheinung u. a. der Anthologie »Lyrik in der DDR« (mit  Günther Deicke, 1970); 1961 Johannes-R.-Becher-Preis; 1968 Heinrich-Heine-Preis; 1972 NP; 1974 Verdienstmed. der DDR; 1982 Johannes-R.-Becher-Med.; 1988 VVO; Theodor-Körner-Preis.
Nach 1990 vereinzelt Essays u. Rezensionen u. a. für den »Tagesspiegel«; zuletzt erschien der Lyrikband »Den Granatapfel ehren. Hundert Gedichte 1946 – 89« (2007); gest. in Berlin.

Publ.: Der Dorn in dir. Gedichte. Berlin 1958; Der Erde Herz. Gedichte. Berlin 1960; Mittagsland. Gedichte. Berlin 1965; Bilder der Verwandlung. Gedichte. Berlin 1971; Das Verhängnis. Roman. Berlin 1983.
Sek.-Lit.: Walther, J.: Sicherungsber. Lit. Schriftst. u. Staatssicherheit in der DDR. Berlin 1996.
ChK

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